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Autor: jubuc, am 04.12.2015

WhatsApp und Medienkompetenz

WhatsApp und MedienkompetenzWhatsApp und Medienkompetenz sind Themen, die wenig miteinander zu tun haben. Wofür braucht man eigentlich WhatsApp? Immer mehr Smartphone-Nutzer haben es. Wofür eigentlich? Kommunikation geht auch anders. Weil es kostenlos ist? Stimmt nicht. Um Freunde / Bekannte ausspionieren zu lassen? Das ist vermutlich nicht ihre Absicht, aber die Folge der WhatsApp-Installation.

In diesem Bild ist WhatsApp als “Instant Messenger” im Feld links unten, im Chat-Bereich: Viele Personen (nicht nur zwei) kommunizieren zeitgleich (nicht zeitversetzt) miteinander. Diese Einordnung gehört auch zum Thema WhatsApp und Medienkompetenz, zur Beurteilung des eigenen Bedarfs.

WhatsApp und Medienkompetenz bei Senioren

Die Teilnehmer im Smartphone-Seminar vor ein paar Tagen waren in der Altersklasse 50+, für sie war das Seminar vorgesehen. Sie hatten Vorkenntnisse, die in dieser Generation “normal” sind – ein bisschen von den (immer ungeduldigen) Enkeln oder Kindern gelernt, ein bisschen autodidaktisch gelernt und ausprobiert. Ganz normal für “digital Immigrants”, wie diese Gruppe in der Marketing-Sprache genannt wird.

In der Vorstellungsrunde erwähnten mehrere Teilnehmer WhatsApp, z.B. um Fotos der Enkel zu bekommen. Sie stellen WhatsApp nicht infrage, weil sie es vorgelebt eingerichtet bekommen. Dann haben sie keinen Anlass, darüber nachzudenken. Sie verpassen damit die Chance zu lernen. Sie haben jetzt WhatsApp und Medienkompetenz bleibt auf der Strecke.

Das meine ich nicht als Kritik, es ist eine Beobachtung. Meine Teilnehmer sind schließlich gekommen, um mehr zu lernen.

WhatsApp und Medienkompetenz bei WhatsApp-Nutzern

Im Google Play Store kann man WhatsApp für Android-Smartphones herunterladen. Dort kann man Informationen lesen, die zur Entscheidung für oder gegen WhatsApp beitragen sollen. Unter anderem haben dort Nutzer ihre Bewertungen abgegeben. Wie sieht es hier mit WhatsApp und Medienkompetenz aus?

Meine Momentaufnahme zeigt, was die WhatsApp-Nutzer bewegt. Am 27.11.2015 gegen 14:30 Uhr habe ich diese Überschriften der 20 neuesten Bewertungen lückenlos kopiert. Ich habe bewusst keine inhaltliche Auswahl getroffen und keine Fehler korrigiert ;-)

***** Whatsapp Whatsapp ||| * Neue emojis ||| * Ich bekomme seit letzter Zeit nur noch Nachichten wenn ich Whatsapp öffne ||| * .. Kann nicht aktuellisiert werden. ||| *** Weihnachten Sofort bekommt ihr 5 sterne, wenn es endlich mal ne Kerze als emoji gibt! ||| **** Wieso heult jede Missgestalt rum das IPhones neue Smilies haben und Android Handys nicht?!?? Das juckt niemand ||| ***** Was regt ihr Euch auf wegen ein paar Cent? ||| * Kann es nicht runter laden , echt schlecht…… ||| *** Eigentlich cool aber…. Meine Freundin z.B hat ein iPhone und schon die ganzen neuen Emojis ||| **** Ganz gut… …nur das mit der Anruf-Funktion war wohl nichts ;-) ||| ***** Sehr gut ||| * Sicherheit wird hier ganz klein geschrieben. ||| ***** Super Man kann sich informieren ohne etwas zu sagen oder anrufen ||| ***** Exzellent Geilloo einfach geilo ||| ***** Sehr Sehr gut !!! ||| *** Diese Scheise ||| **** Anruf Wenn man angerufen wird oder jemanden anrufen will ist da eine sehr schlechte Verbindung ||| ***** Nice ||| ***** Das ist eine gute App die App ist sehr schnell und gut:D ||| * Seit dem update schlecht ||| ***** Die Smileys von apple wurden nicht durch WhatsApp eingeführt ||| **** Emoji Wo bleiben die neuen Emoij für Android?!!

Daraus erkenne ich diese Rangfolge:

  • 35%: 7 Bewertungen kritisieren Funktionen.
  • 30%: 6 Bewertungen zeigen undifferenzierte Begeisterung.
  • 30%: 6 Bewertungen betreffen fehlende “Emojis“, eine Art Smilies; die nutzt man, um Stimmungen oder Gefühle mitzuteilen.
  • 5 %: Nur 1 Bewertung kritisiert die Sicherheit.

Ist mein Eindruck falsch, wenn ich keine enge Beziehung zwischen WhatsApp und Medienkompetenz sehe?

Meine Ermittlungen zu WhatsApp

Ich bin “bekennender WhatsApp-Gegner” geworden, nachdem ich mich damit beschäftigt habe.

  1. Meine Kommunikation: z.B. E-Mails, Telefon, SMS, Foren, persönliche Treffen. Ich kann sprechen, schreiben, Fotos und andere Dateien austauschen, mit einzelnen oder mehreren Partnern, mit bekannten und unbekannten Personen, gleichzeitig oder zeitversetzt, am Schreibtisch und unterwegs. Und ich kann entscheiden, wann ich erreichbar sein will.
  2. Mein Bedarf: WhatsApp bietet Funktionen, die ich nicht brauche. An Chats mit vielen Teilnehmern habe ich keinen Interesse. Was ich brauche, geht problemlos ohne WhatsApp.
  3. Meine Kritik: WhatsApp missachtet die informationelle Selbstbestimmung, sogar von Unbeteiligten! WhatsApp weiß alles über alle aufgrund seiner Verbreitung. Die werbliche Nutzung dieser Kenntnisse ist lästig, die mögliche Nutzung durch Kriminelle ist gefährlich.

WhatsApp ist überflüssig und gefährlich, und ich muss auf nichts verzichten, wenn ich es nicht nutze. Viele Nutzer wissen das nicht. Ich wünsche ihnen, dass sie keinen Schaden erleben müssen.

Meine Ergebnisse habe ich hier detailliert beschrieben:

Vielleicht kann ich damit einen Beitrag zu WhatsApp und Medienkompetenz leisten. Vermutlich eher nicht. Meine Meinung entspricht nicht der Verbreitung der App und ist zu unbequem.

Sagen Sie nicht, Sie haben es nicht gewusst! Sie hätten es wissen können!


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