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Autor: jubuc, am 07.01.2016

Wenn Ihr DSL-Vertrag ungünstig ist

DSL im eigenen Einflussbereich verbessern

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Anschluss “zu langsam” ist, versuchen Sie Ihren Vergleich zu objektivieren – im Vergleich wozu? Zu Ihrem DSL-Vertrag / zu früher / zu Nachbarn / zu anderen Regionen / zu anderen Tageszeiten oder Wochentagen?

Messen Sie Ihre Datenrate. Es gibt mehrere Testseiten. Ich zeige hier drei Beispiele zur Messung meines eigenen Anschlusses, die ich mit wenigen Minuten Abstand an einem Sonntagabend gemacht habe. Die Distanz zwischen meinem Router und meinem PC wird per WLAN überbrückt.

speedtest.netDSL-Vertrag Leistungsmessung

dsl-speedtest.computerbild.deDSL-Vertrag Leistungsmessung

speedmeter.deDSL-Vertrag Leistungsmessung

Kommentar:
Die (wichtigere) Download-Geschwindigkeit streut von 4,66 bis 4,93 Mbit/s, bei einer vertragsgemäßen Geschwindigkeit von 6 Mbit/s. Das ist langsamer als im DSL-Vertrag, aber auch nicht extrem schlecht. Zu anderen Wochentagen und Tageszeiten habe ich bessere Ergebnisse gemessen. Die Abweichungen sind zwar messbar, aber beim Surfen praktisch nicht spürbar.

Ein LAN-Kabel könnte vermutlich schneller sein als mein WLAN, das ist aber wegen des Grundrisses hier schlecht möglich.

Es gibt Tipps, wie man die eigene Situation verbessern kann, z.B. bei Computer BILD 10 Top-Tipps zur Erhöhung des DSL-Tempos.

Den alten DSL-Vertrag behalten und verbessern

Wenn ich meinen eigenen DSL-Vertrag mit aktuellen Angeboten vergleiche, habe ich den Eindruck, dass ich viel zu früh abgeschlossen habe. Spätere Angebote waren immer günstiger als meine Vereinbarungen.

Oder doch nicht? In den Angeboten steht immer der Basis-Preis, ich habe aber immer meine echten Zahlungen im Kopf. Die Abweichungen waren bei mir immer im Bereich Telefon (Auslandsgespräche, ins Handynetz, zusätzlicher Mobilfunk-Vertrag für ein Handy), nicht im DSL-Bereich.

Fakt ist: Neukunden bzw. “Wechsler” haben immer Vorteile gegenüber Bestandskunden. Vermutlich wegen des scharfen Wettbewerbs zwischen den Providern.

Die Vorteile könnte ich natürlich nutzen, indem ich den Provider wechsle. Aber wenn ich sonst mit der Leistung zufrieden bin? Vielleicht ist sogar eine bessere Geschwindigkeit möglich, wenn die “letzte Meile” das hergibt?

Ich habe es einfach versucht. Ich habe die Daten meines DSL-Vertrags zusammengesucht, eine Telefonnummer des “Supports” gefunden und angerufen. Irgendwann nach der Warteschleife kam ich zu einem Mitarbeiter. Meine Frage / Argumentation in Kurzfassung: Ich bin schon lange Bestandskunde. Ich fühle mich für meine Treue “bestraft”, wenn ich meinen DSL-Vertrag mit den Angeboten vergleiche. Was können wir tun, damit Sie keinen Kunden verlieren und ich nicht wechseln muss? Wenn ich Kunde bleibe, kann ich meine vorhandene Installation weiter benutzen – der Provider spart Hardware- oder Service-Kosten. Ein Neukunde müsste erst mit Einmal-Vorteilen und geringeren monatlichen Beträgen geworben werden, unter anderem würde er eine neuen Router (z.B. Fritz!Box) bekommen.

Es hat funktioniert. Ich bekam eine einmalige Gutschrift (die wurde auf zukünftige Zahlungen angerechnet) und zukünftig günstigere monatliche Zahlungen. Dafür musste ich akzeptieren, dass mein Vertrag ab diesem Zeitpunkt wie ein neuer DSL-Vertrag behandelt wurde, also mit neuen 24 Monaten Laufzeit. Damit war ich einverstanden. Zum nächsten Kündigungstermin, werde ich diesen Weg wieder gehen.

Wenn Sie damit nicht zufrieden sind, können Sie immer noch wechseln.

Neuen DSL-Vertrag vorbereiten

Der neue Provider braucht Zeit

Beauftragen Sie rechtzeitig vor dem Kündigungstermin den neuen Provider, der braucht auch noch Verwaltungszeit. Wenn der neue Provider den Termin nicht einhalten kann, müssen Sie möglicherweise ein weiteres Jahr bis zum nächsten Kündigungstermin abwarten. Rechnen Sie vom Wunschtermin für Ihren Wechsel mit Ihren Daten “rückwärts”.

Beispiel: Der bestehende DSL-Vertrag wurde per Anfang Juli für zwei Jahre abgeschlossen, dann ist er (frühestens zwei Jahre später) per Ende Juni kündbar. Bei dreimonatiger Kündigungsfrist muss die Kündigung bis spätestens Ende März vorliegen. Dann sollte der neue Provider sicherheitshalber einen Monat vorher, also Ende Februar, beauftragt werden, damit er die Kündigung und alles andere erledigen kann. Fragen Sie besser den neuen Provider, ob dieser Vorlauf genügt.
DSL-Kündigung

Veranlassen Sie die Rufnummern-Portierung durch den neuen Provider

Normalerweise wollen die Inhaber eines Telefon-Anschlusses ihre alten Telefonnummern behalten, um auch weiterhin erreichbar zu sein. Es ist mühsam, alle Personen, Firmen, Institutionen über geänderte Telefonnummern zu informieren. Und es ist unsicher, ob alle das speichern.

Das Mitnehmen der Telefonnummer(n) heißt “Portierung”. Der Vorgang ist problemlos, wenn Sie sie gleichzeitig mit dem neuen DSL-Vertrag beauftragen.

Es ist also wichtig, dass Sie alle Punkte des neuen Vertrags sorgfältig ausfüllen.

Der neue Provider kündigt den bestehenden DSL-Vertrag

Besonders wichtig für einen Wechsel ohne „Versorgungslücke“ ist, dass Ihr neuer Provider (mit Ihrer Vollmacht) Ihren Vertrag kündigt und die terminliche Feinabstimmung sowie die Rufnummern-Portierung mit dem bisherigen Provider regelt.

Gelegentlich hörte ich, dass es beim Providerwechsel oder beim Umzug (sogar ohne Providerwechsel) Probleme gab: längere Übergangszeiten ohne Telefon- und Internet-Anschluss. Der Fehler des Anschluss-Inhabers war: Er hatte selbst gekündigt und damit die Terminkoordination zwischen dem alten und dem neuen Provider gestört. Dabei kann vermutet werden, dass der alte Provider kein Interesse mehr am ausscheidenden Kunden hatte.

Solche Versorgungslücken müssen heute nicht mehr sein. Provider bieten als zusätzlichen Service an, Übergangszeiten mit einem Surfstick zu überbrücken; damit kann man per Mobilfunk-Netz surfen, bis der Festnetz-Anschluss wieder zur Verfügung steht. Fragen Sie Ihren neuen Provider nach den Konditionen.

Der normale Ablauf

Bei “normalem” Ablauf werden Sie über jeden Schritt der Auftrags-Abwicklung informiert (z.B. per E-Mail und per SMS). Die Hardware (Router, Kabel etc.) kommt per Paket einige Tage vor dem Wechsel.

Sie brauchen nicht unbedingt einen Techniker, die Installation z.B. der Fritz!Box ist einfach, ebenso die Einrichtung per Browser im Computer. Bei Bedarf gibt es Hilfe bei der Hotline. Für Techniker-Einsatz bei der Installation hört man Preise bis ca. 100 Euro. Oft beauftragt der Provider dafür einen ortsansässigen Techniker.


Breitband-DSL: Vergleichsportal, Vertrag,Technik

Teil 1: Breitband ins Internet – Festnetz-DSL, Kabelnetz, Mobilfunk
Teil 2: Vergleichsportale nennen günstige DSL-Angebote
Teil 3: Wenn Ihr DSL-Vertrag ungünstig ist
Teil 4: DSL: Mit der Fritz!Box ins Internet


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