Vor ein paar Tagen fiel mir in einer Werbung der Begriff “betreutes Reisen” auf, wohl in Anlehnung an das “betreute Wohnen”. Spontan fiel mir als Ergänzung dieser Serie das “betreute Surfen” ein.
Ich weiß nicht, ob mir diese Begriffe gefallen. Einerseits haben sie was von eingeschränkter Selbstbestimmung, andererseits von berechtigten Wünschen, aber auch von willkommener Unterstützung.
Ich erlebe einerseits das subjektive Bedürfnis, mit Hilfe des Computers Anschluss “zum Leben” zu gewinnen oder zu erhalten. Ich kenne aber auch den objektiven Bedarf, in einem komplizierten Gebiet sicher Fuß zu fassen. Individuelles Lernen ist sicher ein guter Einstieg. Man kann dem “Coach” in der Umgangssprache Fragen stellen und Wünsche beschreiben; viel besser, als in einem Fachbuch die Begriffe nicht zu kennen, unter denen man Antworten finden könnte.
Wenn Sie im Freundes- oder Familienkreis jemandem was Gutes tun wollen, schenken Sie einen Gutschein für “Privatstunden” mit Beschreibung. Wenn Sie den Eindruck haben, der Begriff ist positiv besetzt, nennen Sie das Geschenk “betreutes Surfen”, andernfalls lassen Sie den Begriff einfach weg. Egal wie, der / die Beschenkte wenden dankbar sein.
Weihnachten kommt immer so plötzlich