Lange hatte ich Ruhe davor. In den letzten Tagen hatte ich den Eindruck, dass mein PC entscheidend langsamer läuft. Z.B. klickte ich im Browser auf einen Link und musste “ewig” warten, bis die Seite aufgerufen wurde (beim lokalen Arbeiten mit Office fiel mir nichts auf).
Malwarebytes
Vor einiger Zeit hatte ich Malwarebytes als Freeware von der Seite malwarebytes.org herunter geladen und installiert. Regelmäßig hatte ich akzeptiert, dass Malwarebytes seine Datenbank aktualisierte. Malwarebytes ergänzt bei mir die Bezahl-Version von Avira. Heute erinnerte ich mich daran, ich startete den Virenscan von Malwarebytes. Ergebnis: 6 Dateien waren mit “PUP.OfferBundles.ST” infiziert. Malwarebytes bot diese Dateien zum Löschen an, das akzeptierte ich.
Eset Online Scanner
Im Forum Trojaner-Board.de fand ich zu PUP.OfferBundles.ST die Empfehlung zu einem weiteren Scan, und zwar mit Eset Online Scanner. Den habe ich herunter geladen und gestartet. Ergebnis: Immer noch waren 11 Dateien mit dem PUP.OfferBundles.ST infiziert. Auch die ließ ich entfernen, jetzt vom Eset Online Scanner.
Finger weg von Softonic
Ich wollte jetzt wissen, was PUP.OfferBundles.ST so treibt. Meine Suchmaschine führte mich unter anderem zum Avira-Forum. In einem Post stand: “PUP bedeutet ‘possibly unwanted program’, also möglicherweise unerwünschtes Programm. Adware an sich ist erst mal unproblematisch was Infektionen anbelangt.”
Außerdem standen dort Hinweise darauf, dass die Download-Quelle SOFTONIC eine “Virenschleuder” ist. Diese Einschätzung fand ich auch an anderen Stellen. Schäm: Ich hatte diese Quelle vor einiger Zeit auch mal benutzt – vielleicht wegen der Ähnlichkeit der Namen Softonic und Sourceforge.
Saubere Downloadquellen
Zukünftig werde ich noch intensiver auf die Quellen achten, die ich zum Download benutze.
Sauber sind sicher die Herstellerseiten (z.B. Adobe für den Reader, Mozilla für den Firefox etc.).
In diesem Zusammenhang noch eine Warnung: Manche Wege zum Download sind “verschlungen”, man muss nacheinander mehrere Links auf unterschiedlichen Seiten klicken, um endlich den Download anzustoßen. Dabei kann es leicht passieren, dass man zusätzlich weitere, ungewollte Software lädt. Auch bei sauberen Quellen wird gelegentlich vorgeschlagen, z.B. eine zusätzliche “Toolbar” zu installieren. Manche sind dafür bekannt, dass sie im Hintergrund – ohne Wissen des Anwenders – Informationen zu ihren Anbietern senden.
Nach einer aktuellen Untersuchung haben 13 Prozent der Internet-Nutzer bis 2011 ihren Internet-Provider gewechselt, 40 Prozent haben darüber nachgedacht. Ich bin bei den 13 Prozent und bin kurz vor dem Jahreswechsel zu 1&1 gegangen.
Ich bin sehr zufrieden. Warum? Lesen Sie meine Gründe und vergleichen Sie die Preise:
Trends
Wenn Sie über einen Wechsel nachdenken, sollten Sie diese Trends berücksichtigen:
Computer, Internet, Festnetz- und Mobil-Telefon sowie TV wachsen zusammen, unter dem Stichwort „Breitband für alles“.
Der Wettbewerb (auch zwischen Festnetz und Mobilfunknetz) sorgt dafür, dass die Preise weiter sinken.
Breitband im Mobilfunknetz wird immer schneller, geeignet für Reisen, für Berufspendler, zu Hause, z.B. in der Wartezeit auf DSL oder dauerhaft.
Anbieter
Bei den Anbietern zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Internet-Nutzer (fast) alles aus einer Hand bekommen können. Der Vorteil für den Nutzer ist, dass er z.B. bei Störungen oder Vertragsfragen nur mit einem Ansprechpartner zu tun hat. Solche Provider gibt es:
Eigentümer des flächendeckenden Festnetzes ist die Telekom. Aus historischen Gründen gehört der Telekom das komplette Telefonnetz bis zum Telefonanschluss des Nutzers: “Alles aus einer Hand”.
Nach Aufhebung des historischen Telekom-Monopols kamen Wettbewerber auf den Markt. Sie bauten konkurrierende Netze für Fernstrecken auf (z.B. mit Glasfaser, analogen Funkstrecken, Mobilfunk). Um im Nahbereich nicht überall neue Kabel verlegen zu müssen, mieten die neuen Anbieter nur die so genannte „letzte Meile“ vom Eigentümer, das ist der letzte Abschnitt von der Vermittlungsstelle der Telekom bis zum Hausanschluss.
Unabhängig von den konventionellen Netzen bauten auch TV-Kabelnetz-Betreiber ihr Netz aus, um es für Internet und Telefonie nutzbar zu machen. Sie brauchen die Infrastruktur der letzten Meile nicht, denn sie nutzen die bereits vorhandenen breitbandigen Kabel für die Fernseh-Programme. Das Kabelnetz ist schnell, aber nicht flächendeckend.
Standort
Das Telefon-Festnetz ist überall vorhanden, weil das frühere Monopol mit der Pflicht zur flächendeckenden Versorgung verbundenen war. Das Festnetz hat – je nach Standort – unterschiedliche Qualität und Leistungsdaten. Es gibt durchaus noch (z.B. ländliche) Gebiete, in denen das schnelle DSL für Daten (noch) nicht verfügbar ist.
Das heutige Mobilfunknetz ist (noch) nicht flächendeckend (Stichwort: Funklöcher in ländlichen Gebieten und in Gebäuden), es wird aber weiter ausgebaut. Anbieter mit regional begrenzten Mobilfunk-Netzen kooperieren mit anderen Anbietern, um flächendeckende Versorgung anzubieten. Die neue Mobilfunk-Technik LTE (Long Term Evolution) bietet vergleichbare Leistungsdaten wie die Festnetz-Technik DSL, Mobilfunk kann damit das Festnetz ersetzen.
Die Festnetz-Wettbewerber der Telekom brauchen noch die letzte Meile als Teil des Festnetzes, um die Daten von der Fernstrecke zum Endverbraucher zu bringen. Dieser Festnetz-Teil verursacht aber einen Leistungs-Engpass; die alte Kupferdraht-Infrastruktur reicht zwar für das Telefonieren aus, aber nicht für die kapazitätshungrige Übertragung von Multimedia-Daten im Internet. Die letzte Meile, die heute noch die schnellen Fernverbindungen ausbremst, wird zukünftig durch die neue schnelle Mobilfunk-Technologie ersetzt. Dann wird das Festnetz überflüssig. Der Ausbau von LTE beginnt aber erst.
Wenn Sie einen neuen Provider suchen, klären Sie für Ihren Standort diese Fragen:
Ist das Angebot regional (bei Ihnen!) verfügbar?
Wird der Anbieter als potent eingeschätzt – damit Sie nicht in Kürze wieder wechseln müssen?
Welche Vertragslaufzeiten sind zu beachten (1 Monat bis 24 Monate)?
Welche Übertragungs-Geschwindigkeiten sind lokal technisch möglich?
Welchen Service zu welchen Kosten gibt es bei der Erstinstallation und bei Störungen?
Kann die bisherige Telefonnummer bei Wechsel erhalten bleiben (Portierung)?
Ist Telefonieren auch ohne eingeschalteten PC möglich (bei VOIP und NGN)?
Funktioniert ein vorhandenes Faxgerät (falls erforderlich)?
Funktioniert eine vorhandene Telefonanlage (normalerweise keine zusätzlichen Anforderungen an die DSL-Technik)?
Besonders wichtig für einen Wechsel ohne „Versorgungslücke“ ist, dass Ihr neuer Provider (mit Ihrer Vollmacht) Ihren Vertrag kündigt und die terminliche Feinabstimmung mit dem bisherigen Provider regelt.
Abwicklung
Beauftragen Sie rechtzeitig vor dem Kündigungstermin den neuen Provider, der braucht auch noch Verwaltungszeit. Wenn der neue Provider den Termin nicht einhalten kann, müssen Sie möglicherweise ein weiteres Jahr bis zum nächsten Kündigungstermin abwarten. Beispiel: Mein alter 24-Monats-Vertrag konnte per Mitte Dezember gekündigt werden; bei dreimonatiger Kündigungsfrist musste die Kündigung bis spätestens Mitte September erfolgen; sicherheitshalber habe ich Mitte August mit 1&1 vereinbart, dass 1&1 für mich die Kündigung und alles andere erledigt.
Wenn Sie bisher damit zufrieden waren, können Sie Ihre Telefonleitung behalten: Analog (nur eine Telefonleitung mit einer Nummer kann gleichzeitig benutzt werden) oder ISDN (i.d.R. zwei Telefonleitungen können gleichzeitig benutzt werden – mit drei oder mehr Nummern). DSL (Breitband für das Internet) ist eine zusätzliche Verbindung, die das gleichzeitige Telefonieren nicht behindert.
Erfahrungen
Gelegentlich hörte ich, dass es beim Providerwechsel oder beim Umzug (sogar ohne Providerwechsel) Probleme gab: längere Übergangszeiten ohne Telefon- und Internet-Anschluss. Fehler des Anschluss-Inhabers: Er hatte selbst gekündigt und damit die Terminkoordination zwischen dem alten und dem neuen Provider gestört. Und vermutetes Desinteresse des alten Providers bezüglich des ausscheidenden Kunden. Solche Versorgungslücken müssen heute nicht mehr sein. Provider bieten als zusätzlichen Service an, Übergangszeiten mit einem Surfstick zu überbrücken; damit kann man per Mobilfunk-Netz surfen, bis der Festnetz-Anschluss wieder zur Verfügung steht.
In meinem Fall klappte alles reibungslos. Ich wurde über jeden Schritt der Auftrags-Abwicklung informiert (per E-Mail und per SMS). Die Hardware kam rechtzeitig, einige Tage vor dem Wechsel. Ich brauchte keinen Techniker, der Anschluss der Fritz!Box war extrem einfach – nur die Schnellstart-Anleitung lesen, Kabel umstecken und im Browser meine Telefonwünsche einstellen.
Ganz konkret: Am Abend des angekündigten Termins zeigte die grüne DSL-Leuchte des alten Providers, dass noch alles läuft; am nächsten Morgen war sie rot – Leitung abgeschaltet. Nach der Schnellstart-Anleitung habe ich die Kabel umgesteckt – die neue Verbindung stand. Die alten Telefonnummern konnte ich übernehmen, sie funktionieren wie vorher.
Begeistert bin ich von der Fritz!Box. Die übernimmt alle Funktionen, die bisher auf Splitter, Modem, Router, Telefonanlage, Telefon-Basisstationen verteilt waren. Viel weniger Geräte an der Wand, viel weniger Stecker-Netzteile.
Nein, ich bin kein „Teleföner“ und habe keine vergleichbare Ausbildung. Ja, ich hatte auch Fragen. Die wurden bei der Hotline schnell und kompetent beantwortet. Wirklich zufriedenstellend, zu meiner großen Überraschung.
Wenn Sie sich meinen Überlegungen anschließen, klicken Sie hier für mehr Informationen:
Als gelegentlicher Berater einiger Silbersurfer erlebe ich, dass irgendwas „es nicht mehr tut“ und ich um Hilfe gebeten werde. Wenn ich dann nach Details zur Installation frage, erlebe ich ratloses Achselzucken: „Der Händler / ein Familienmitglied / ein Bekannter hat den damals für mich eingerichtet. Der Computer hat seitdem immer funktioniert“. Bis plötzlich das „Ereignis“ eintrat, z.B.
Vertrag: Der Doppelflat-Vertrag lief aus, nun muss DSL, E-Mail und mehr neu eingerichtet werden.
Technik: Der Computer „stürzte ab“, die Festplatte oder ein Chip oder das Motherboard musste ausgetauscht werden. Oder ein neuer Computer löste den alten ab. Durch den Wechsel auf eine andere Software oder eine versehentliche Fehlbedienung sind Daten plötzlich weg, Texte, E-Mails, Fotos, Abrechnungen. Oder sind sie doch noch zu retten?
Mensch: Der Nutzer selbst fällt für eine Weile aus (Reise, Krankheit) und eine Person seines Vertrauens muss Zugang zum Computer bekommen.
Das passiert glücklicherweise nicht oft im Leben des Nutzers, daher fehlt ihm die Erfahrung. Aber die Situation muss bewältigt werden, z.B. von einem Helfer. Egal wer es macht: Viele Funktionen sind durch Namen, Passwörter, Freischalt- und Registrierschlüssel gegen Missbrauch geschützt. Wenn diese Infos fehlen, klappt es nicht, der Computer lässt sich nicht “überreden” – das ist ja der Grund für die Sicherheitsmaßnahmen. Nachteile sind die Folge, z.B. wird der Neu-Kauf von Software nötig, Daten gehen verloren, Zeitaufwand für Wiederherstellung und Lernaufwand für andere Software wird unvermeidlich.
So können Sie vorbeugen:
Legen Sie einen Ordner an, mit je einer gelochte Klarsichthülle für jede Hardware, jede Software, jeden Vertrag. In der Klarsichthülle (weil Sie mit unterschiedlichen Formaten zu tun haben, die Sie oft nicht lochen können) sammeln Sie
Kaufbelege (evtl. als Kopie der Buchungsbelege),
ausgedruckte E-Mails mit Vertrags- und Zugangsdaten, Kunden- oder Auftragsnummern,
CDs/DVDs mit Software und Treibern,
Zettel mit Passwörten und -änderungen,
Zettel Support-Adressen (Telefon-Hotline, E-Mail-Adressen, postalische Adressen), die Sie ohne Computer nur mühsam finden,
Bedienungsanleitungen
und was Ihnen noch in die Finger kommt.
Der Aufwand ist ähnlich, als wenn Sie ein System neu bekommen oder später neu aufsetzen. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier:
Tun Sie es. Fangen Sie noch heute an! Ergänzen oder aktualisieren Sie spätere Änderungen. Irgendwann brauchen Sie es bestimmt. Es gibt nur zwei Arten von Nutzern: Die einen hatten schon so ein Problem, die anderen hatten es noch nicht.
Irritiert es Sie, dass ich Computeranwendern eine Papier-Organisation empfehle? Bewusst. Denn wenn eines dieser Ereignisse eintritt, steht vielleicht der Computer nicht zur Verfügung. Mit Papier sind Sie von technischen Hilfsmitteln unabhängig.