
In der “Waldgruppe” erlebt: Je nach Wetter 10 bis 15 Kinder im Alter von etwa 2 bis 4 Jahren, rennend oder forschend, juchzend oder schluchzend. Auf der Suche nach Eicheln, Bucheckern, Käfern, Würmern. In Begleitung ihrer Mütter, seltener ihrer Väter, schon mal ihrer Großeltern. Alle Begleiter bringen was mit: Rosinen, Butterbrote, geschnittene Äpfel, Getränke, Sitzkissen fürs Picknick auf dem “Waldsofa”, Kameras. Eine ordentliche Logistik in Taschen oder Rucksäcken. Jeden Mittwoch von idyllisch bis matschig, immer mit schönen Erlebnissen und Erinnerungen.
Als gelegentlicher Begleiter beobachte ich z.B., dass junge Mütter ihre Sprösslinge gern mit großen Spiegelreflex-Kameras fotografieren – beim Spielen, Essen, Schlafen, zu Hause und im Urlaub, beim Umgang mit anderen Kindern und kleinem Waldgetier. Es muss eine digitale SLR sein, die Kinder sind ja nur einmal klein, da ist das Beste gerade gut genug. Trotz des größeren Transport-Aufwands. Andere Begleiter, besonders die älteren und die männlichen, holen kompakte Kameras oder Foto-Handys aus der Hosentasche. Und sind mit den Ergebnissen auch zufrieden. Es kommt auf die Situation, auf das Licht, auf den richtigen Augenblick an, weniger auf die Technik. Auch die beste SLR bringt nichts, wenn der/die Fotografierende keinen Blick für das Motiv hat. Außerdem beobachte ich die Einsicht, dass EIN Foto (mit einer bequem-anwesenden Kompakten) besser ist als KEIN Foto (mit einer unbequem-abwesenden SLR).
Was passiert nach dem Fotografieren?
Zum großen Teil landen die Fotos im Computer auf der Festplatte, wenn sie Glück haben, auf CD oder DVD. Spätestens wenn die Festplatte “abraucht” oder CD-Laufwerke nicht mehr zum Standard gehören (wie heute schon bei Tablets oder Netbooks), sind die Erinnerungen gefährdet. Wie früher die Dias, die 8mm-Filme oder andere Bild- und Tonträger, die für die Wiedergabe spezielle Technik brauchen (Projektor, Beamer, Leinwand, Lautsprecher) . Sie lagern ungenutzt in Schränken, in Umzugskartons auf dem Dachboden, weil die Geräte weg sind, weil sie keiner mehr bedienen kann, weil alles zu umständlich oder zu staubig ist. Ich weiß, wovon ich rede
Fotos gehören aufs Papier

Als technikaffiner Hobbyfotograf habe ich mich lange gegen diese Erkenntnis gewehrt. Nur auf Papier können sie ohne Hilfsmittel betrachtet werden, ganz spontane Erinnerungen. Ich spreche nicht von Schuhkartons mit Briefumschlägen, die mit der Jahreszahl beschriftet sind. Ich meine
- Fotobücher, die die herkömmlichen Alben ersetzen und eine ganz andere Dimension neuer Gestaltungsmöglichkeiten bieten,
- Wandkalender, die ein ganzes Jahr lang Erinnerungen “im Vorbeigehen” anbieten,
- Bürotassen, T-Shirts, Poster und andere Dinge des täglichen Lebens, die als Geschenk, als Meinungsäußerung oder sonstwie Spaß machen.
Mehr Infos zum Fotografieren finden Sie auf dieser Seite:
Fotografieren – Bearbeiten Aufbewahren Scannen Video
Das Thema “Fotobuch” und ähnliche Produkte finde ich so spannend und zukunftsträchtig, dass ich hier mehr darüber berichten werde. Schauen Sie gern wieder mal rein.
PS: Das Foto oben aus dem Herbstwald wurde mit einer kleinen kompakten Kamera aufgenommen