Die Hardware-Ausstattung
Der Bedarf, die Abmessungen und die technische Entwicklung bestimmen die Hardware-Ausstattung. Geringere Abmessungen machen den Verzicht auf Komponenten erforderlich, die Mobilität erfordert zusätzliche Bauteile.
- Der Internetzugang wird durch Tarife und Technik bestimmt. Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Informationswege zwischen Nutzer und Provider: Festnetz oder Mobilfunknetz. Das Festnetz nutzt meist meist DSL-Technik – Modem und Router fungieren als “Adapter” zwischen Hausanschluss und Computer; den Nahbereich zwischen den DSL-Geräten und Computer überbrückt entweder ein LAN-Kabel oder WLAN-Funk. Das Mobilfunknetz benötigt im Computer eine SIM-Karte (evtl. per Adapter) wie beim Handy, die verbindet den Computer direkt mit der Fernstrecke (ohne weitere Technik im Nahbereich).
Für stationäre Computer mit DSL-Zugang ist die Flatrate üblich, bei dieser Vertragsform wird ein fester Betrag bezahlt (unabhängig von Datenmenge und Nutzungszeit). Für mobile Nutzung werden spezielle Datentarife angeboten (unabhängig von den Gesprächstarifen), dabei werden ebenfalls feste Beträge für begrenzte oder unbegrenzte Datenmengen bezahlt. Alternativ werden öffentlich zugängliche WLAN-Zugangspunkte (in Hotels, Internetcafés, Flughäfen etc.) mit oder ohne Gebühren angeboten. WLAN mit Flatrate wird z.B. gern dafür genutzt, um stationär Daten auf das mobile Gerät zu laden, die dann offline oder im Funkloch verwendet werden können. Mobile Geräte sind dann vielseitiger einsetzbar, wenn sie über WLAN- und Mobilfunkzugang verfügen. - Die Stromversorgung ist wichtig für die Mobilität. PCs brauchen Strom aus der Steckdose. Net-, Ultra- und Notebooks können wahlweise mit Netzstrom oder Akku betrieben werden. Handys, Smartphones und Tablets hängen von der Akkulaufzeit ab. Die Laufzeit wird wesentlich von der Größe des Bildschirms bestimmt, Beispiele sind 2-3 Stunden ununterbrochene Nutzung des Notebooks, 7-10 Stunden bei Tablets.
- Bildschirm und Tastatur bestimmen den “Formfaktor” (die Größe) und die Mobilität des Geräts (große Bildschirme nennt man “Monitor”, kleinere “Display”). Bei kleineren Geräten wird die Hardware-Tastatur durch die eingeblendete “virtuelle” Tastatur ersetzt. Dadurch wird die Ausgabe-Funktion des Bildschirms um die Eingabe per Berührung ergänzt. Weil die Tastatur nur bei Bedarf eingeblendet wird, schränkt sie die Displaygröße nicht dauerhaft ein.
- Optische Laufwerke (CD-, DVD- und BlueRay-Player und Brenner) gibt es aus Platzgründen nur in Notebooks und PCs, nicht in Ultrabooks und Netbooks. Sie werden durch andere Wechseldatenträger ersetzt, wie USB-Sticks und Speicherkarten mit Card-Readern.
- Festplatten passen nicht in Handys, Smartphones und Tablets, sie werden durch elektronische Speicher (SSD = Solid State Drive) mit geringerer Kapazität und größerer Geschwindigkeit ersetzt.
- Anschlüsse (Hardware-Schnittstellen, “Steckdosen”, z.B. USB), werden miniaturisiert (Micro-USB) oder sie verschwinden ganz (z.B. beim iPad). Sie werden durch Funkverbindungen ersetzt (WLAN-Funk ersetzt LAN-Kabel, BlueTooth-Funk ersetzt USB-Kabel). Praktische Konsequenz: Konventionelle Verbindungen, z.B. zum Drucker, stehen nicht mehr zur Verfügung. Sie müssen durch Softwarelösungen und Funkverbindungen zu herkömmlichen Computern ersetzt werden, z.B. im lokalen Netz oder über das Internet (Cloud Computing).
- Eingebaute Kameras für Foto- und Videoaufnahmen können bei allen Gerätetypen außer PCs vorkommen; im mobilen Betrieb als Ersatz für “richtige” Kameras, im stationären Betrieb für die Video-Telefonie. Manche mobilen Geräte haben zwei Kameras, eine “nach außen” zum Fotografieren und eine “nach innen” für die Video-Telefonie.
- GPS-Empfänger (zur Ortsbestimmung mit Hilfe von Satelliten) sind besonders bei Smartphones und Tablets verbreitet. Mit passender Software können die Geräte für die Navigation eingesetzt werden: “Onbard”-Navigation, wenn die Karten im Gerät gespeichert sind, “Offbord”-Navigation, wenn die Karten in der Cloud gespeichert sind (in diesem Fall sollte eine Datenflatrate für das Mobilfunknetz vereinbart sein).
- Audio-Komponenten (Mikrofon, interne Lautsprecher oder Buchsen für externe Lautsprecher / Headsets) sind bei Handys, Smartphones und Tablets für das Telefonieren eingebaut; sie können auch für Sprachaufzeichnungen, Musik- und ggf. Video- und Rundfunk-Wiedergabe benutzt werden.
Lesen Sie im nächsten Teil:
