Die Anforderungen
Biometrische Passfotos - klingt kompliziert, ist aber ziemlich einfach,
wenn man Grundkenntnisse zur Kamera und zum Computer hat. Und hier liest ;-)

Es gibt genauere Beschreibungen mit Beispielfotos (so soll es sein / so darf es nicht sein).
Die müssen Sie aber nicht unbedingt lesen, wenn Sie der Anleitung auf dieser Seite folgen.
Diese Seite basiert auf der Darstellung der Bundesdruckerei: Frau Mustermann (das Foto oben) und die Anforderungen
stammen von der Bundesdruckerei, die Tipps sind nützliche Erfahrungswerte.
Details gibt es auf mehreren Webseiten des Bundes, z.B.
Bundesdruckerei
als Webseite "Personaldokumente/elektronischer Reisepass - FAQ / ePass - Foto-Mustertafel"
Bundesministerium des Inneren
als PDF-Datei "Plakat_Fotomustertafel.pdf" mit dem Titel "Foto-Mustertafel
gültig ab 1. November 2007"
Hintergrund-Info: "Biometrie" dient der Personenerkennung
mit Hilfe von Mess- und Vergleichsverfahren.
Dafür eignen sich z.B. Körpergrösse, Fingerabdruck, Gesichtsgeometrie, Zahnabdruck, DNA und weitere Merkmale.
Biometrische Passfotos sollen also Gesichter messbar und vergleichbar zeigen.
oben
Fotografieren
Die hier beschriebenen Anforderungen und Tipps gelten für Digital- und Analog-Fotos.
Besonderheiten:
Analog-Fotos müssen für die spätere Software-Bearbeitung digitalisiert werden, z.B. mit einem Scanner oder im Labor.
Manche Infos (z.B. Auflösung) betreffen nur Digital-Fotos.
Das Foto darf in Schwarzweiß oder Farbe vorliegen.
Hintergrund
Anforderung:
Der Hintergrund muss einfarbig hell sein (idealerweise neutral grau)
und einen Kontrast zum Gesicht und zu den Haaren aufweisen.
Bei hellen Haaren eignet sich ein mittelgrauer Hintergrund, bei dunklen Haaren ein hellgrauer.
Der Hintergrund darf kein Muster aufweisen.
Das Foto darf ausschließlich die zu fotografierende Person zeigen
(keine weiteren Personen oder Gegenstände im Bild).
Auf dem Hintergrund dürfen keine Schatten entstehen.
Tipp: Gut geeignet sind helle Wände (ohne Dekoration, Möbel, Bilder, Bilderhaken, Lichtschalter ...)
oder Türen (keine Hochglanz-Lackierung).
Notfalls geht auch ein weißes (Bett-)Tuch, das über eine Tür gehängt wird (Falten vermeiden).
Schatten im Hintergrund lassen sich vermeiden, wenn die Person nicht direkt vor dem Hintergrund steht,
sondern im Abstand von ca. einem halben Meter.
Schärfe und Kontrast, Ausleuchtung
Anforderung: Es gibt keine Anforderungen
bezüglich bestimmter Techniken oder Einstellungen.
Anforderung: Das Gesicht muss in allen Bereichen
scharf abgebildet, kontrastreich und klar sein.
Anforderung:
Das Gesicht muss gleichmäßig ausgeleuchtet werden.
Reflexionen oder Schatten im Gesicht sowie rote Augen sind zu vermeiden
Tipp: Wählen Sie Einstellungen wie beim "normalen" Erinnerungsfoto, mit "normaler" Auflösung,
ohne "künstlerische Verfremdung".
Am besten ist ein diffuses Tageslicht (z.B. vorgezogene helle Gardinen ohne Farbstich).
Vermeiden Sie Blitz / direkte Beleuchtung / Sonneneinstrahlung (das gibt leicht Schlagschatten),
Kunstlicht (das kann einen Farbstich erzeugen).
Eine Profi-Beleuchtung ist natürlich auch gut, aber nur für diesen Zweck lohnt die Anschaffung nicht.
Format und Ausschnitt
Anforderung: Es gibt sehr präsise Anforderungen,
die aber erst beim späteren Software-Einsatz eine Rolle spielen und dort beschrieben sind.
Tipp: Versuchen Sie nicht, schon bei der Aufnahme das endgültige Passbild-Format
zu gestalten. Fotografieren Sie einen größeren Ausschnitt (etwas mehr Hintergrund als nötig);
der endgültige Ausschnitt wird später mit der Software nachbearbeitet.
Wählen Sie einen ausreichenden Abstand von der Person (versuchen Sie es mit ca. 2 Meter),
damit Sie ein leichtes Tele (vergleichbar ca. 75 cm Kleinbild)
einstellen können (Weitwinkel verzerrt die Proportionen, z.B. die Nase erscheint zu groß).
Einfacher ist es, wenn die Person und der Fotograf stehen.
Das vermeidet verkrampfte Haltung und Gesichtsausdruck.
Das Gesicht und die Kamera sollten etwa auf gleicher Höhe sein, die Kamera wird in keiner Richtung gekippt
und "blickt" waagerecht.
Ein Stativ kann helfen, die Position (für wiederholte Fotos) zu fixieren.
Fotografen mit vielen Erfahrungen können schon bei der Aufnahme erkennen, ob alle Anforderungen erfüllt werden.
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihnen das auch gelingt!
Besser: Machen Sie mehrere Fotos mit leicht veränderten Bedingungen,
dann haben Sie Auswahl-Möglichkeiten:
Welches Foto erfüllt besser die Anforderungen, welches gefällt besser?
Digital haben Sie ja dafür keine zusätzlichen Kosten.
Seien Sie nicht enttäuscht: Mit biometrischen Fotos lässt sich kein Schönheitswettbewerb gewinnen.
Wenn das Foto zu kontrastarm erscheint, spielen Sie nicht mit der Beleuchtung, sondern mit der Bekleidung
(z.B. Schal), das erzeugt vielleicht weniger Unzufriedenheit ;-)
Brillenträger
Anforderung:
Die Augen müssen klar und deutlich erkennbar sein (Reflexionen auf den Brillengläsern,
getönte Gläser oder Sonnenbrillen sind nicht zulässig).
Der Rand der Gläser oder das Gestell dürfen nicht die Augen verdecken.
Tipp: Beachten Sie die Tipps zur Ausleuchtung.
Kopfbedeckung
Anforderung:
Kopfbedeckungen sind grundsätzlich nicht erlaubt.
Ausnahmen sind insbesondere aus religiösen Gründen zulässig.
In diesem Fall gilt: das Gesicht muss von der unteren Kinnkante bis zur Stirn erkennbar sein.
Es dürfen keine Schatten auf dem Gesicht entstehen.
Tipp: Beachten Sie auch hier die Tipps zur Ausleuchtung.
Kopfposition und Gesichtsausdruck
Anforderung:
Eine Darstellung der Person mit geneigtem oder gedrehtem Kopf (z.B. Halbprofil) ist nicht zulässig.
Die Person muss mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund gerade in die Kamera blicken.
Tipp: Die Person steht mit dem Rücken zum Hintergrund, der Fotograf steht gerade
vor der Person. Ganz locker. Nicht erwünscht sind
Lächeln, "Zähne zeigen", Blicke zur Seite, geschlossene Augen.
Klack - fertig
oben
Software: Passbild-Generator
Format
Anforderung:
Das Foto muss die Gesichtszüge der Person von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende,
sowie die linke und rechte Gesichtshälfte deutlich zeigen. Die Gesichtshöhe muss 70 - 80 % des Fotos einnehmen.
Dies entspricht einer Höhe von 32 - 36 mm von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende.
Dabei ist das obere Kopfende unter Vernachlässigung der Frisur anzunehmen.
Wegen der häufig nicht eindeutig zu bestimmenden oberen Kopfendes sind Passfotos jedoch erst dann abzulehnen,
wenn die Gesichtshöhe 27 mm unterschreitet oder 40 mm überschreitet.
Bei volumenreichem Haar sollte darauf geachtet werden, dass der Kopf
(einschl. Frisur) möglichst vollständig abgebildet ist, ohne aber die Gesichtsgröße zu verkleinern.
Das Gesicht muss zentriert auf dem Foto platziert sein.
Für Kinder, Säuglinge und Kleinkinder gibt es geringfügig abweichende Vorgaben.
Bei Bedarf lesen Sie z.B. die Infos der
Bundesdruckerei.
Tipp: Diese Anforderungen sind "freihändig" nur mühsam zu erfüllen.
Es gibt aber eine kostenlose Software (Freeware), die Sie für diese Detail-Gestaltung einsetzen können.
Sie können diese Software downloaden bei
Passbild-Generator:
passbild-generator
entweder als Installations- oder als ausführbare Datei. Die ausführbare Datei läuft ohne weitere Installation.
Bedienungsanleitung
- Starten Sie das Programm
- Datei-Menü: Wählen Sie "Bild Öffnen"
- Bildformat-Menü: Wählen Sie "Passbild"
- Links in der Passbild-Schablone: Wählen Sie in der passenden Altersgruppe (z.B. "Ab 10 Jahre")
die Schaltfläche "Mit Beschriftung",
es erscheint eine Schablone mit Beschriftungen (z.B. Gesichtshöhe, Augenbereich, Kinnlinie)
- Bearbeiten Sie das Bild, bis es mit Größe und Position in die Schablone passt,
orientieren Sie sich dabei an den Beschriftungen in der Schablone. Ihre Hilfsmittel:
Rechts neben dem Foto ist ein Schieberegler, mit dem Sie die Bildgröße einpassen können.
Greifen Sie mit dem Mauszeiger in das Foto, verschieben Sie das Foto mit gedrückter linker Maustaste
in die richtige Position (oder benutzen Sie für das Verschieben die Cursortasten).
Vergrößern / verkleinern / verschieben Sie das Foto, bis es in die Schablone passt.
(Drehen des Fotos ist nicht möglich.)
- Dateimenü: Wählen Sie "Speichern / Drucken 10x15",
es erscheint eine Vorschau mit 8 Kopien des bearbeiteten Fotos.
- Wählen Sie die Schaltfläche "Speichern".
- Legen Sie den Speicherort und Dateinamen fest (das Programm schlägt "Passbild_10x15.jpg" vor)
- Beenden Sie das Programm
Kopieren Sie die so erzeugte Bilddatei auf einen USB-Stick, eine Speicherkarte oder CD,
um es auf einem (Foto-)Drucker oder in einem Labor drucken zu lassen.
oben
Drucken
Format
Anforderung: Abmessungen: 35 mm breit, 45 mm hoch.
Tipp: Das Programm Passbild-Generator erzeugt genau dieses Format,
und zwar auf einem Foto im Format 10x15 cm, das 8 Kopien des bearbeiteten Passbilds zeigt
(wenn Sie der Bedienungsanleitung ohne Abweichung gefolgt sind).
Fotoqualität
Anforderung:
Das Foto sollte (insbesondere bei der Aufnahme mit einer Digitalkamera)
auf hochwertigem Papier mit einer Druckauflösung von mindestens 600 dpi vorliegen.
Das Foto darf keine Knicke oder Verunreinigungen aufweisen.
Tipp: Wenn Sie das Ergebnis der Software bei einem Labor (z.B. Drogeriemarkt, Discounter)
drucken lassen, ist diese Qualität gewährleistet. Wenn Sie den eigenen Drucker einsetzen, achten Sie auf
geeignetes Fotopapier und Farben.
Sie brauchen das 8-fach-Foto normalerweise nicht zu schneiden: Die Stelle, bei der Sie das Foto einreichen,
hat üblicherweise eine kleine manuelle "Stanze" mit der einzelne Fotos "ausgeschnitten" werden können.
Notfalls funktioniert das auch mit einer Schere.
Fertig!
oben