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    Projektor

    Multimedia-Album
    Bildmaterial sammeln und ordnen

    Erste Überlegungen zu Bildern
    Wieviel darf es sein?
    Grob-Sortierung: Bilden Sie "Häufchen"
    Digitale Fotos auf Datenträgern
    Fotoalben und "Schuhkartons"
    Dia-Sammlungen
    Schmalfilm, z.B. 8-mm-Film
    Analoge Videos, z.B. TV-Aufzeichnung, analoge Camcorder
    Digitale Videos, z.B. digitale Camcorder
    Videoschnitt
    Neutrale "Verzierungen" aus dem Internet
    Fein-Sortierung innerhalb der "Häufchen"


    Erste Überlegungen zu Bildern

    Der erste Blick in Ihren eigenen Bestand ist vielleicht enttäuschend: Wo finde ich bloß Fotos oder Videos? Der zweite Blick über den Tellerrand (Bestände bei Verwandten und Freunden, im Vereinsarchiv o.ä.) zwingt Sie vermutlich zum rigorosen Aussortieren.

    Sie sind überrascht, dass ich Fotos und Videos zunächst gleichsetze? Oft gibt es ganz persönliche stehende oder bewegte Bilder, aber selten ganz persönliche Musik. Daher hat hier das Bildmaterial den Vorrang, Sounds haben eher den Charakter der Begleitung, sie werden dem Bildmaterial angepasst.

    Welche Qualität wird für das Album gebraucht? Wird die höchste Auflösung benötigt wie beim professionellen HDTV-Fernsehen? Oder genügt eine eher amateurhafte Qualität wie beim Handy-Foto? Der Unterschied liegt in der Technik, im Lernaufwand, im Zeitaufwand und natürlich auch in den Kosten. Wer die Qualitäts-Frage stellt, kann sie eigentlich auch sofort beantworten. Ein solches Album spricht Emotionen an. Es ist besser, mit einem unscharfen Bild eine Erinnerung aufzufrischen als wegen nicht erfüllter technischer Ansprüche auf das Bild und die Erinnerung zu verzichten.

    Zum Teil geht es hier um Geräte, die mehrere hundert Euro kosten. Manche Nutzer dieser Geräte, die nur einen einmaligen - keinen dauerhaften - Bedarf haben, kaufen gebrauchte Geräte bei einer (Internet-) Auktion und verkaufen sie wieder, nachdem der Bedarf gedeckt ist. Das kann durchaus funktionieren, ist aber auch mit Spekulation und Glück verbunden.

    In dieser Form stelle ich dar, welche Technik Sie bis zur Übernahme in Ihr Album brauchen. Die Zusammenstellung geht davon aus, dass die Fotos, Filme, Videos bereits fertig sind und "nur noch" in das Album eingebaut werden müssen. Die Arbeitsschritte und Geräte sind, abhängig von der Bilderquelle, sehr unterschiedlich.

    Erforderliche Technik kann sein:

    • Evtl. Wiedergabe-Geräte, z.B. Projektoren für analoge Medien
    • Digitale Aufzeichnung und Übertragung in den Computer, z.B. Scanner
    • Software zur Nachbearbeitung im Computer

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    Wieviel darf es sein?

    Wieviel Bilder müssen es mindestens sein? Wieviel Bilder dürfen es höchstens sein? "Es kommt drauf an". Bestimmende Merkmale sind die Zeit, die Sie für den Vortrag haben und die Dauer, wie lange ein einzelnes Bild oder eine Videosequenz gezeigt wird. Wichtig ist, dass Sie Ihr Publikum nicht überfordern, weder mit der Länge des Vortrags noch mit der Geschwindigkeit des Bildwechsels. Besser das Publikum bedauert, dass schon Schluss ist als das es auf den Stühlen unruhig wird und ein Gähnen unterdrückt.

    100 Fotos Zur Orientierung: 10 bis 20 Minuten sind eine gute Vortragslänge - lieber 20 Minuten Spannung und Emotion als 10 Minuten Langeweile. 10 Sekunden sind ein guter Durchschnitt pro Bild oder Video-Sequenz. Beachten Sie bitte die Sehgewohnheiten der Gäste. Ein Rechenbeispiel: ca. 15 Minuten sind ca. 1000 Sekunden, bei 10 Sekunden pro Bild entspricht das ca. 100 Bildern. 100 Bilder sind also eine handfeste Orientierungsgröße.

    Unser Vortrag dauerte etwas über 12 Minuten, dafür hatten wir ca. 120 Bilder, dazu kamen eingeblendete Titelseiten und die Wiederholung ausgewählter Fotos als Zusammenfassung am Ende.

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    Grob-Sortierung: Bilden Sie "Häufchen"

    Beim Sichten und Auswählen entstehen schon erste Ideen, das Album zu gliedern. Halten Sie sie fest! Nicht auf einem Zettel, sondern gleich als Ordner-Namen im Computer. In diese Ordner speichern Sie alle Dateien, die Sie im Album benutzen wollen. (Wenn Sie die Zuordnung später ändern wollen, geht das immer noch.) Angenommen, Sie bilden Häufchen nach Lebensabschnitten, dann fällt Ihnen vielleicht eine solche Struktur ein:

    Im Ordner "Eigene Dateien" (bei XP) oder "Dokumente" (bei VISTA) legen Sie einen Ordner "Geburtstagsalbum" an. Den untergliedern Sie z.B. so:

    • 10 Kindheit
    • 20 Jugend
    • 30 Karriere
    • 40 Alter

    Die Nummerierung macht die Sortierung einfacher und übersichtlicher, weil die Ordner dann in der gewünschten Reihenfolge aufgelistet werden statt nach der alphabetischen Computer-Logik (A_lter / J_ugend / K_arriere / K_indheit). Die Sprünge sind nützlich, dann lässt sich noch was dazwischen schieben, z.B.

    • 25 Partnersuche und später noch:
    • 28 Ehe und Kinder und noch später dazwischen einordnen:
    • 26 Traumhochzeit

    Wenn Ihnen die chronologische Reihenfolge des Lebenslaufs zu "normal" erscheint, machen Sie Häufchen nach anderen Merkmalen, z.B. Was ich an NN besonders mag, NN und Freunde, NNs Hobbies, NN und das andere Geschlecht, NN feiert, NN in der Freizeit, NN im Ausland, NN hat (keine) Macken oder ähnlich. Das kann ganz neue Blickwinkel und Zusammenhänge zeigen, viel interessanter als chronologisch. Und es lenkt davon ab, dass Sie manche Dokumente zeitlich nicht eindeutig zuordnen können.

    10 Ordner - je 10 Bilder Wieviele Ordner sind anzulegen? Zwischen zehn und zwanzig ist eine gute Zahl, lieber mehr als weniger. Dann nimmt ein Ordner zwischen 10 und 20 Bildern auf, das ist übersichtlich für die spätere Verarbeitung. Verzichten Sie stattdessen darauf, diese Ordner nochmals in Unterordner aufzuteilen. Tiefere Strukturen werden für die Vorbereitung und für das Publikum zu unübersichtlich. Die Ordnernamen können kurz sein, im Album können Sie sie dann ja blumig ausschmücken.

    Um Ihren Arbeitsaufwand überschaubar zu halten, ist geordnetes Vorgehen angesagt. Versuchen Sie nicht, Ihre Ordner der Reihe nach zu füllen. Dann müssten Sie jedes Foto mehrfach anfassen. Arbeiten Sie stattdessen Ihren "Materialberg" der Reihe nach ab: In welchen Ordner passt das erste Foto? In welchen Ordner passte das nächste Foto? Bis alles gesichtet und grob geordnet ist. Unterscheiden Sie im Hinblick auf Ihr Album drei Kategorien:

    • Jedes geeignete Foto kopieren Sie in den passenden Ordner.
    • Jedes ungeeignete Foto lassen Sie zukünftig unbeachtet.
    • Jedes fragliche Foto kopieren Sie erstmal in den passenden Ordner. Löschen kannn man die Kopie immer noch, wenn sich was besseres findet. Wenn sich nichts besseres findet, wäre gezieltes Suchen nach aussortierten Fotos viel aufwändiger!

    Über die Reihenfolge in den Ordnern brauchen Sie sich jetzt noch keine Gedanken zu machen.

    Wir sammelten unsere Bilder in 9 Ordnern, die nicht nach Lebensphasen gebildet waren, sondern nach ganz persönlichen Dingen aus der Familie des "Geburtstagskinds".

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    Digitale Fotos auf Datenträgern

    Digitale Fotos auf Datenträgern

    Einfach ist es, wenn Sie digitale Fotos haben, z.B. auf der Festplatte oder schon auf CDs gebrannt. Die brauchen Sie nur noch in Ihre Ordner zu kopieren. Nicht verschieben, sondern kopieren! Dann kann die bestehende Ordnung erhalten bleiben, vor allem bleiben die Originale unverändert erhalten, falls bei der Bearbeitung etwas daneben geht. Das vermeidet Frust (bei eigenen Fotos) und Ärger (bei fremden Fotos).

    Etwas mehr Aufwand kann entstehen, wenn die Fotos noch auf Speicherkarten der Kamera(s) sind. Dann brauchen Sie entweder die Kamera-Software plus Kabel (um die Kamera an den Computer anzuschließen) oder besser einen Card-Reader / Kartenleser, der die Speicherkarten lesen kann, um sie auf die Festplatte zu kopieren. Card-Reader mit USB-Anschluß für gleich mehrere Kartenformate gibt es günstig beim Elektronik-Discounter.

    Besonderheit: SD-Karten sind ein verbreitetes Format, das inzwischen von vielen Kameras unterstützt wird. Wenn Sie Glück haben oder bewusst eingekauft haben, hat Ihr Notebook ein eingebautes Laufwerk für SD-Speicherkarten und Ihre Kamera(s) arbeiten ebenfalls mit SD-Karten.

    Benötigte Technik für Digitale Fotos auf Datenträgern

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Aufzeichnung und Übertragung: Card-Reader ODER Kamera-Kabel plus Software
    • Nachbearbeitung: evtl. Software zur Fotobearbeitung

    Für unser Projekt gab es aus der jüngeren Zeit Digital-Fotos, gespeichert auf Speicher-Karten mehrerer Digital-Kameras und z.T. bereits auf des Festplatte des Notebooks.

    Ein USB-Card-Reader war nicht nötig, weil das Notebook ein Laufwerk für SD-Karten hatte und weil alle hier verwendeten Kameras SD-Karten für die Speicherung benutzten.

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    Fotoalben und "Schuhkartons"

    Fotoalben und

    Papierbilder sind farbig oder schwarz-weiß, es gibt sie schön ordentlich beschriftet in Alben, unsortiert in Schuhkartons, gruppenweise gesammelt in Briefumschlägen - wie die Fantasie oder die Zeit der Besitzer es gewollt hat. Lassen Sie die Bilder möglichst in der vorgefundenen (Un-)Ordnung, die Besitzer werden dankbar sein. Denken Sie nicht nur an die Fotos, auch gesammelte Eintrittskarten, Fahrkarten, Ansichtskarten, Souvenirs können für das Album wichtig sein und sorgen für Abwechslung. Manchmal sind liebevoll geschriebene Albumtexte schon allein sehenswert.

    Die klassische Methode, Papierbilder in den Computer zu bekommen, ist das Scannen (Abtasten). Scanner sind weit verbreitete Zubehörgeräte. Es gibt auch Multifunktionsgeräte, die nicht nur scannen, sondern auch drucken, kopieren und z.T. sogar faxen können. Die typische Bauform im privaten Bereich und kleinen Büros sind Flachbettscanner: Deckel auf - Scan-Vorlage auflegen - Deckel zu - ähnlich wie beim Fotokopierer. Damit sind sie gut geeignet, auch Alben oder Bücher aufzunehmen, ohne den Einband zu gefährden.

    Von der mitgelieferten Software hängt es ab, ob eine ganze Album-Seite gescannt werden kann und die einzelnen Fotos automatisch erkannt und als einzelne Bilder gespeichert werden können. Infos dazu finden Sie in Ihrem Scanner-Handbuch.

    Wenn kein Scanner zur Hand ist, z.B. weil Sie in fremder Umgebung sind und das Fotoalbum nicht mitnehmen können, können Sie die Bilder auch mit einer Digitalkamera fotografieren. Die beste Qualität beim Fotografieren erreichen Sie bei diffusem Tageslicht ohne Blitz. Benutzen Sie z.B. ein professionelles "Fotozelt" oder legen Sie ein weißes (!) Tuch um Kamera und Foto. Damit vermeiden Sie störende Reflexe und Farbverfälschungen. Unschärfe durch Verwackeln vermeiden Sie, indem Sie die Kamera auf ein Stativ setzen, z.B. ein Dreibein, bei dem man den Stativkopf nach unten drehen kann. Hilfreich ist es, wenn die Kamera eine optische Bildstabilisierung hat .

    Vergleich: Scannen liefert bessere Qualität, Fotografieren ist schneller. Scannen ist "stationär" an den Computer gebunden, Fotografieren ist "ambulant". Scanergebnisse müssen ggf. nachbearbeitet werden (Ausschnitt), Fotos sind oft direkt verwendbar. Fotografieren liefert durchaus vertretbare Ergebnisse, wenn Sie die Licht- und Stativ-Tipps beachten.

    Und sparen Sie nicht bei der Auflösung, weder beim Scanner noch beim Fotoapparat. Je höher die Auflösung ist, desto weniger wirkt sich der Qualitätsverlust aus bei Ausschnitt-Vergrößerungen und anderer Nacharbeit. Richtwerte sind beim Scanner 300 DPI oder höher, beim Fotoapparat genügen 3 bis 6 Megapixel (MP).

    Benötigte Technik für Fotoalben und "Schuhkartons"

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Entweder Aufzeichnung und Übertragung: Flachbett-Scanner mit Software
    • oder Aufzeichnung und Übertragung: digitale Kamera plus Card-Reader ODER Kamera-Kabel und -Software
    • Nachbearbeitung: evtl. Software zur Fotobearbeitung

    Für unser Projekt gab es viele Papier-Fotos (schwarz-weiß und farbig) in eigenen Fotoalben und in Alben in der Verwandtschaft. Weil die Zeit bis zum Vortrag recht knapp war, verzichteten wir auf das Scannen der Fotos. Wir fotografierten sie mit einer Digitalkamera, obwohl uns bewusst war, dass so ein gewisser Qualitätsverlust eintritt.

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    Dia-Sammlungen

    Dia-Sammlungen

    Auch Dias können gescannt werden. Dafür gibt es unterschiedliche Scanner-Typen: Zubehörteile für manche Flachbettscanner und spezielle "Filmscanner". Es gibt Zuführungen für einzelne gerahmte Dias / für ungerahmte Film- oder Diastreifen / für größere Magazine mit gerahmten Dias. Je komfortabler die Bedienung ist (Dia-Magazin mit einem Bedienvorgang je Magazin), desto höher sind die Preise. Je weniger komfortabel die Bedienung ist (Einzelzuführung nach jedem Scan), desto mehr Zeit kostet es: Zuführung - mehrere Minuten Wartezeit während des Scans - nächste Zuführung - wieder mehrere Minuten Wartezeit. In der Summe "endlos", wenn die Wartezeiten zwischen den Scans nicht sinnvoll genutzt werden können.

    Die Investition für Diascanner (besonders für die komfortablen) sind im Verhältnis so groß, das sich der Aufwand zwar für große Dia-Sammlungen oder für professionelle Aufträge lohnt, aber kaum für wenige Dias für einen relativ kurzen Vortrag.

    Diabox

    Es gibt "alternative" oder Bastler-Lösungen, die im Prinzip so funktionieren: Eine Mattscheibe wird von unten beleuchtet, ein Dia wird darauf gelegt und von oben mit einer Digitalkamera auf einem Stativ fotografiert. Die Dias müssen nacheinander manuell aufgelegt werden, aber das Fotografieren spart die "endlosen" Wartezeiten beim Scannen. Die Qualität ist gut, wenn hochwertige Bauteile (Mattscheibe, Beleuchtung, Kamera) und ein Schutz gegen Störlicht verwendet werden.

    Auch diese Lösung ist wegen des Einmal-Aufwands eher für größere Diamengen geeignet. Als Produkt ist mir http://digilightbox.de aufgefallen, deutlich kostengünstiger als Dia-Scanner. Diese Lösung ist mein Kompromiss-Favorit.

    Benötigte Technik für Dia-Sammlungen

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Entweder Aufzeichnung und Übertragung: Flachbett-Scanner mit Dia-Zusatz und Software
    • oder Aufzeichnung und Übertragung: Dia-Scanner mit Software
    • oder Aufzeichnung und Übertragung: Bastlerlösung PLUS digitale Kamera PLUS Card-Reader oder Kamera-Kabel und -Software
    • Nachbearbeitung: evtl. Software zur Fotobearbeitung

    Als Alternative kann man darüber nachdenken, die ausgewählten Dias bei einem professionellen Dienstleister scannen zu lassen. Noch eine Alternative ist die Technik, die im Abschnitt über Schmalfilme beschrieben ist.

    Im unserem Projekt haben wir keine Dias digitalisiert, weil es keine gab.

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    Schmalfilm, z.B. 8-mm-Film

    Schmalfilm, z.B. 8-mm-Film

    Schmalfilme im 8-mm-Format gibt es aus Amateur-Nutzung als Normal-8, Doppel-8 oder Super-8 - unterschiedliche Formate, unterschiedliche analoge Kameras und Projektoren. Wer zur Zeit dieser Technik gefilmt hat, war durch Material, Kosten und technische Möglichkeiten eingeschränkt. Die so entstandenen Filme hatten oft einen Charme, der mit modernen Techniken nicht zerstört werden sollte.

    Mein Kompromiss-Favorit für für die Schmalfilm-Digitalisierung in Bezug auf Kosten und Qualität und Lernaufwand ist das analoge Projizieren und digitale Abfilmen. Der analoge Film wird mit einem "artgerechten" analogen Projektor projiziert und gleichzeitig von der Projektionsfläche mit einer Digitalkamera abgefilmt. Die Kamera sollte auf einem Stativ stehen, damit die Aufnahme nicht verwackelt. Die Projektionsfläche ist eine Leinwand (projizieren und aufnehmen "von vorn"). Die Leinwand sollte nicht zu "körnig" sein, darunter leidet die Aufnahmequalität. Gute Ergebnisse soll das Projizieren auf ein weißes Blatt Papier liefern, kurze Abstände reduzieren den Einfall von Störlicht.

    Umlenkspiegel Die Projektionsfläche kann alternativ eine Mattscheibe sein: Projektion über einen Umlenk-Spiegel "von hinten" auf die Mattscheibe, aufnehmen "von vorn". Das Bild wird nicht seitenverkehrt dargestellt, weil es zwei mal umgekehrt wird: Spiegel und Rückprojektion. Die Qualität mit Umlenkspiegel und Mattscheibe ist wohl besser, weil weniger störendes Licht einfällt. Als Produktname ist mir der "Hama Telescreen VIDEOTRANSFER" aufgefallen. Diese Technik wird wohl auch gern von Digitalisierungs-Dienstleistern eingesetzt, weil sie relativ kostengünstig ist.

    Benötigte Technik für Schmalfilm, z.B. 8-mm-Film

    • analoge Wiedergabe: Projektor für genau Ihr Film- oder Dia-Format und möglichst Umlenkspiegel (oder Leinwand)
    • Aufzeichnung und Übertragung: Digitaler Camcorder plus Camcorder-Kabel zum Computer
    • Nachbearbeitung: Schnitt-Software zur Video-Bearbeitung

    Nebenbei bemerkt: Dieser Projizieren-Kompromiss ist auch für Dias geeignet.

    Die wenigste Arbeit haben Sie, wenn Sie einen Digitalisierungs-Auftrag an einen Dienstleister geben. Vermutlich ist das die teuerste Lösung, ohne dass damit beste Qualität garantiert ist. Die Abrechnung erfolgt z.B. nach Film-Minuten oder nach Film-Metern. Bedenken Sie, dass Sie wahrscheinlich viel mehr digitalisieren müssen, als Sie für das Album brauchen, damit Sie überhaupt das Material beurteilen und auswählen können.

    Benötigte Technik für Schmalfilm, z.B. 8-mm-Film

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Aufzeichnung und Übertragung: entfällt
    • Nachbearbeitung: Schnitt-Software zur Video-Bearbeitung

    Die meiste Arbeit haben Sie wohl, wenn Sie selbst z.B. Projektoren umbauen und erweitern, so dass Filmbilder auf der Filmebene Bild für Bild reproduziert werden. Damit wird hohe Qualität erreicht. Der Einmal-Aufwand ist erheblich: Entweder von Profis umbauen lassen oder selbst mit feinmechanischen, optischen und elektronischen Kenntnissen umbauen. Der Einmal-Aufwand lohnt sich sicher nicht für ein Ergebnis in Minuten-Länge. Er ist eher Grundlage für ein aufwändiges Hobby oder eine Geschäftsidee für einen Dienstleister. Diese Methode wird hier nur wegen der Vollständigkeit genannt, nicht als Empfehlung für diesen Zweck.

    Im unserem Projekt haben wir keine Filme digitalisiert, weil es keine gab. Was Sie hier lesen, ist das Ergebnis meiner Internet-Recherche, es beruht nicht auf eigenen Erfahrungen.

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    Analoge Videos, z.B. TV-Aufzeichnung, analoge Camcorder

    Analoge Videos, z.B. TV-Aufzeichnung, analoge Camcorder

    VHS, BetaMax und andere Video-Formate, z.B. von älteren Camcordern ("Kamera-Rekordern") sind magnetisch gespeichert, aber noch nicht digital. Um die Daten von analogen Videos in den Computer zu bekommen, muss der Computer eine Grafik- oder TV-Karte mit Videoeingang haben. Damit Sie den Videorecorder mit dem PC verbinden können, brauchen Sie noch einige Kabel. (TV-Karten gibt es mit und ohne Empfangsteil (Tuner), für diesen Zweck ist ein Tuner überflüssig.)

    Dieses Zubehör dient dazu, TV-Signale auf dem Bildschirm darzustellen bzw. auf der Festplatte aufzuzeichnen. TV-Karten sind nicht Standard-Ausrüstung von Computern, sie können aber nachgerüstet werden. In Desktop- oder Tower-Gehäuse können sie eingebaut werden, Notebooks können mit USB-Anschlüssen versorgt werden.

    Benötigte Technik für Analoge Videos, z.B. TV-Aufzeichnung, analoge Camcorder

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Aufzeichnung und Übertragung: Video-Rekorder (oder analoger Camcorder) PLUS TV-Karte PLUS Kabelsatz
    • Nachbearbeitung: Schnitt-Software zur Video-Bearbeitung

    Meist lässt man die Videos aus Kapazitätsgründen nicht auf der Festplatte, sondern brennt sie auf CD oder DVD. Die heute installierten Brenner können das. Häufig wird die Speicherung auf DVD benutzt, um Platz zu sparen und die alten Kassetten zu entsorgen.

    Die passenden Ausschnitte eines Videos werden mit spezieller Software "geschnitten", das ist im Bereich Videoschnitt beschrieben.

    In unserem Projekt gab es keine analogen Videos, wir brauchten uns nicht darum zu kümmern.

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    Digitale Videos, z.B. digitale Camcorder

    Digitale Videos, z.B. digitale Camcorder

    Moderne Camcorder zeichnen schon digital auf, d.h. Digitalisierung ist nicht erforderlich. Die digitalen Magnetbänder (z.B. im Format Mini-DV) müssen in den Computer übertragen werden. Dafür sind Kabelverbindungen mit hoher Übertragungs-Geschwindigkeit nötig. Z.B. haben Camcorder und Computer Schnittstellen für USB- oder Firewire-Kabel. Wenn Ihr Camcorder eine Firewire-Schnittstelle hat, aber Ihr Computer nicht, prüfen Sie im Fachhandel die Möglichkeit, einen Adapter von Firewire auf USB zu bekommen. Z.B. findet man bei eBay spezialisierte Shops.

    Digitale Videos können z.B. auch mit Handys, Smartphones oder ditalen Fotoappparaten aufgenommen werden. Die Verbindung zum Computer funktioniert über Speicherkarten (wie bei Fotos) oder Kabel zwischen Gerät (spezifisch oder Mini-USB) und Computer (USB).

    Die passenden Ausschnitte eines Videos werden mit spezieller Software "geschnitten", das ist im Bereich Videoschnitt beschrieben.

    Benötigte Technik für Digitale Videos, z.B. digitale Camcorder

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Aufzeichnung und Übertragung: digitales Aufzeichnungsgerät PLUS Geräte-Kabel
    • Nachbearbeitung: Schnitt-Software zur Video-Bearbeitung

    In unserem Projekt gab es keine digitalen Videos, wir brauchten uns nicht darum zu kümmern.

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    Videoschnitt

    Für ein Multimedia-Album sind ganze Filme selten geeignet, sondern eher einzelne Szenen / Segmente / Ausschnitte. Die passende Methode heißt "Videoschnitt". Video-Rohmaterial (aus diversen analogen oder digitalen Videoformaten) wird auf die Festplatte eines Computers übertragen und dort in beliebiger Reihenfolge (= nonlinear) bearbeitet. So entsteht ein inhaltlich und dramaturgisch gestalteter Videofilm.

    Die meisten nonlinearen Schnittsysteme sind in ihrer Benutzeroberfläche so gestaltet, dass man in einem Arbeitsfenster alle vorhandenen Bild- und Tonclips sieht und in einem weiteren Arbeitsfenster, der sogenannten Timeline, aus diesen Bildern und Tönen den fertigen Film zusammenstellen kann. In der Timeline werden auch die Effekte angesetzt, z.B. Titel und Überblendungen.

    Software zum "Schneiden" kann Ansprüche von von ganz einfach bis professionell erfüllen. Einfache Software ist evtl. im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten (z.B. MovieMaker) oder kann als Freeware im Internet kostenlos geladen werden. Leistungsfähigere kommerzielle Software, die aber auch höheren Lernaufwand benötigt, kann käuflich erworben werden.

    Benötigte Technik für Videoschnitt

    • analoge Wiedergabe: entfällt
    • Aufzeichnung und Übertragung: entfällt
    • Nachbearbeitung: Schnitt-Software zur Video-Bearbeitung

    In unserem Projekt gab es keine Videos, die wir hätten schneiden müssen.

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    Neutrale "Verzierungen" aus dem Internet

    Manchmal will man die persönlichen Bilder ergänzen oder "aufmotzen", z.B. mit neutralen Symbolen, Blumen, Landkarten, Fahrzeugen, Tieren, Logos etc. Das ist einfach möglich, indem Sie die Bildersuche einer Suchmaschine - z.B. Google - einsetzen. Bitte beachten Sie dabei unbedingt die Urheberrechte!

    Mit dem Suchbegriff "Feigenblatt" haben wir ein Schwarz-Weiß-Foto von unbekleideten kleinen Mädchen am Strand farbig "verziert". Mögliche Peinlichkeiten wurden vermieden, Erstaunen / Begeisterung über das im richtigen Augenblick hereinfliegende Feigenblatt, die Erinnerung an den vielleicht lange vergessenen Badeausflug wurde noch verstärkt.

    Benutzen Sie solche "Gags" sparsam, sie sollen persönliche Bilder ergänzen, nicht ersetzen.

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    Fein-Sortierung innerhalb der "Häufchen"

    Haben Sie schon Ihre Materialsammlung abgeschlossen? Vorher können Sie die Fein-Sortierung nur vorläufig machen und müssen später nochmal drangehen. Wenn Sie sich an die Empfehlung weiter oben gehalten haben, sind in jedem Ihrer Ordner jetzt zwischen 10 und 20 Bilder oder kurze(!) Videos. Dabei können Sie leicht den Überblick behalten.

    Vielleicht wollen Sie noch einen weiteren Ordner für Kopien der wichtigsten Bilder anlegen. Ein schöner Erinmnerungswert, wenn Sie diese Bilder zum Schluss des Albums wiederholen.

    Zum Betrachten der Bilder (im Windows Explorer) oder zum Auswählen der Bilder (im Präsentations-Programm) ist es hilfreich, die "Ansicht" so einzustellen, dass Sie "große Symbole" oder "Extra große Symbole" sehen. Dann können Sie eine Verkleinerung des Bildes und zusätzlich den Dateinamen (die Bildnummer) erkennen. So ersparen Sie sich, Dateinamen der gewünschten Bilder zu notieren.

    Um die Bilder in die gewünschte Reihenfolge zu bringen, stellen Sie dem Dateinamen einfach eine Nummer voran. Die sorgt dafür, dass das Betriebssystem die Bilder in der gewünschten Reihenfolge anzeigt und dass Sie trotzdem den Original-Namen erkennen können (vielleicht brauchen Sie den für evtl. Bearbeitung). So fällt Ihnen die Kontrolle leicht: Nichts vergessen? Stimmt die Reihenfolge? Für die Nummerierung der Bilder im Ordner gilt die gleiche Überlegung wie beim Benennen der Ordner: 10-er-Sprünge, dann könnnen Sie leicht noch Bilder dazwischen schieben, ohne die umgebenden Bilder umbenennen zu müssen.

    So geht das Umbenennen: Dateinamen oder Bild mit der rechten Maustaste anklicken (ein Kontext-Menü erscheint) / Auf den Befehl "Umbenennen" klicken / Cursor mit Linksklick vor den Dateinamen setzen / Nummer eintippen und mit Eingabetaste bestätigen / Fertig.

    Auf die Sortierung der einzelnen Bilder durch Nummerierung können Sie verzichten, wenn Sie in Ihre Bilderordner jeweils nur wenige Bilder legen. Die Sortierung legen Sie dann fest, wenn Sie die Bilder z.B. in PowerPoint manuell einfügen (nicht durch irgendeine Programm-Automatik).

    Wir setzten Powerpoint ein und verzichteten auf die Nummerierung. 10 bis 20 Bilder je Bilderordner waren gut überschaubar, um die Bilder manuell beim Einfügen zu sortieren.

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