- Sicher im Netz -
"Wer im Internet nicht bezahlt, ist nicht der Kunde, sondern die Ware"
Computer-Hygiene Nutzen Sie alle technischen Möglichkeiten
Autofahrer "gönnen" ihren Wagen regelmäßig eine Wartung bzw. Prüfung. Wegen der Werterhaltung und zur Sicherheit -
aus eigenem Interesse und weil bestimmte Prüfungen vorgeschrieben sind.
Ähnlich sollten Computernutzer Computer-"Hygiene" betreiben, auch wenn es dafür keine Vorschrift gibt.
Versuchen Sie, die Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen. Wenn Anbieter mit "Nur ein Klick" werben,
wird das Sicherheits-Problem damit unzulässig verniedlicht.
Während jeder Computer-Sitzung
Einige Aufgaben lassen sich nicht automatisieren oder auf ein Programm delegieren,
die müssen Sie selbst mitdenkend erledigen:
Bei jeder Schaltfläche, bei jedem Mausklick, bei jedem Befehl, bei jedem Dialog, bei jeder Frage des Computers,
bei jeder Entscheidung.
Vermeiden Sie bewusst die Unart des Wegklickens,
weil Ihnen etwas "unbequem" ist
oder weil es "gerade jetzt" nicht passt. Das sind oft nur Ausreden von Nutzern,
die die Notwendigkeit nicht erkennen / verstehen / einsehen.
Damit lösen Sie das Problem nicht, Sie verschieben es nur - es kommt garantiert wieder!
Das ist, als wenn im Auto eine Warnlampe rot leuchtet und Sie das ignorieren.
Das kann gefährlich und teuer werden. Also:
- Alle Meldungen des Computers (besonders die in kleinen Fenstern) beachten, nicht einfach wegklicken!
- Fällige Updates zulassen, um z.B. Fehler zu korrigieren, Sicherheitslücken zu schließen,
Geschwindigkeit zu steigern, Funktionen zu ergänzen:
- Virenschutz (ggf. mehrmals täglich)
- Software des Betriebssystems und der Anwendungs-Software (z.B. Office),
(Download im "Hintergrund", Installation beim Herunterfahren und/oder Neustart, z.B. monatlich)
- Standard-Tools zulassen, z.B. Adobe Reader, Adobe Flash Player, Java (gelegentlich)
- Browser, z.B. Firefox, Internet Explorer, Opera (gelegentlich)
- Jeden fremden Datenträger vor dem Einsatz auf Viren scannen.
- Jeden eigenen Datenträger, der auf einem fremden Rechner war,
vor dem Einsatz auf Viren scannen. Auch wenn Ihnen der "fremde" Rechner
vertraut ist (z.B. Büro, privat, Schulungsraum).
- Beim Surfen gehören Adressen in die Adress-Zeile des Browsers, nicht in die Suchzeile
einer Suchmaschine.
- Downloads nur bei bekannten Webseiten machen (besonders gefährlich sind
Anbieter von Programmen bzw. Dienstleistungen "am Rande der Legalität"). Im Zweifelsfall verzichten!
- Klicks auf Kurz-URLS wie tinyurl.com oder springhin.de vermeiden, sie können Gefahren bergen,
weil der Nutzer nicht weiß, was sich hinter ihnen verbirgt.
- Während der Arbeit immer mal wieder kontrollieren, ob nur die bewusst aufgerufenen Programme laufen.
Tipp: Bei Homebanking und ähnlichen Risiko-Anwendungen steigern Sie die Übersichtlichkeit
durch Beenden aller anderen Programme.
- Unerwartete E-Mails von unbekannten Absendern nicht öffnen, fremde E-Mail-Anhänge weder öffnen noch ausführen.
oben
Passwörter und Daten auf Reisen
"Reise"-Passwort
Trotz aller Vorsicht können Passwörter unterwegs verloren gehen oder kopiert werden.
Sie können die Risiken einschränken, indem Sie vor der Reise Ihr "normales" Passwort
durch ein temporäres "Reise"-Passwort ersetzen. Damit Sie nicht grundsätzlich umlernen müssen,
hängen Sie z.B. die Buchstaben "REISE" oder "[R]" oder "_r" an das normale Passwort an - oder so ähnlich.
Beispiel: Wenn Sie E-Mails unterwegs über den Browser beim E-Mail-Server bearbeiten wollen,
ändern Sie das Passwort beim E-Mail-Server. Während der Reise benutzen Sie das temporäre Passwort.
Nach Ihrer Rückkehr ersetzen Sie das temporäre Passwort wieder durch das ursprüngliche "normale" Passwort.
Zusätzlicher Vorteil: Während Ihrer Abwesenheit kann niemand mit Ihrem E-Mail-Client (z.B. Outlook)
Ihre E-Mails abrufen.
Bei der Rückkehr zu Ihrem "Normal"-Passwort ist keine Änderung Ihrer Zugangsdaten im E-Mail-Client erforderlich.
Vor der Sitzung an einem fremden Computer
Gelegentlich gehen Sie vielleicht mit fremden Computern ins Internet, z.B.
im Schulungsraum, im Hotel, im Internet-Café, bei Freunden, in anderen Unternehmen.
Halten Sie Ihre Zugangsdaten geheim.
Wenn der Browser "großzügig" eingestellt ist, kann er Zugangsdaten speichern,
um dem Nutzer bei der nächsten Sitzung das Einloggen zu erleichtern.
Was für den Eigentümer dann leicht ist, ist auch für nachfolgende Nutzer des Computers und für Trojaner leicht.
Das ist auf fremden Computern nicht in Ihrem Interesse.
Nutzer und Trojaner können Ihre Zugangsdaten missbrauchen und Sie damit wirtschaftlich oder sonstwie schädigen.
Empfehlung: Lassen Sie die Speicherung der Zugangsdaten nicht zu.
So richten Sie den fremden Browser ein
(die folgenden Bezeichnungen können - abhängig von der Programmversion - leicht abweichen):
- Firefox: Extras > Einstellungen > Sicherheit > Passwörter
- Internet Explorer: Extras > Internetoptionen > Inhalte > Autovervollständigen
Nach der Sitzung an einem fremden Computer
Achten Sie darauf, dass alle Ihre Daten in der "Chronik" (Firefox) bzw. im "Verlauf" (Internet Explorer)
sowie Cache und Cookies gelöscht werden und für weitere Verwendung nicht zur Verfügung stehen.
- Firefox: Extras > Einstellungen > Erweitert > Netzwerk
Offline-Speicher Jetzt leeren
- Internet Explorer: Extras (oder Sicherheit) > Browserverlauf löschen
Schaltfläche "Alle löschen" > Schließen
"Reise"-Datenträger
Vielleicht bringen Sie von der Reise Datenträger mit, die auf fremden Rechnern waren,
z.B. fremde CD/DVD bzw. eigene USB-Sticks,
oder ein eigenes Notebook, das mit fremden Datenträgern in Berührung kam.
Sie können nicht sicher sein, ob die fremden Computer / Datenträger "sauber" waren.
Prüfen Sie nach Ihrer Rückkehr alle mitgereisten Datenträger / Computer mit einem aktuellen Virenscanner.
Downloads - die WLAN-Falle
Vielleicht meldet Ihr Computer unterwegs, dass es eine neue Version einer installierten Software gibt.
Vielleicht wird Ihnen eine Software mit besonders nützlichen Daten oder Funktionen vorgeschlagen.
Verzichten Sie auf deren Installation in öffentlichen WLANs, zum Beispiel in Hotels oder an Flughäfen.
Kriminelle hacken sich in die öffentlichen WLAN-Netzwerke ein und infizieren Computer von Reisenden;
sie installieren Malware, z.B. Schnüffel-Software, die Sie ausspioniert.
Beugen Sie vor: Aktualisieren Sie Ihren Rechner vor Beginn der Reise.
Warten Sie mit der nächsten Aktualisierung,
bis Sie wieder zu Hause oder im Büro in abgesicherter Umgebung sind.
oben
Erstmalige Einrichtung des Computers (dauerhaft)
Sie müssen davon ausgehen, dass die hier genannten Einstellungen und Programme "werksseitig" nur teilweise
Ihrem Sicherheitsbedarf entsprechen. Beim Kauf sind Computer so eingerichtet, dass sie laufen.
Oft ist zuviel installiert, z.B. befristet lauffähige Demo-Versionen, die Sie nach Fristablauf
und Gewöhnung (!) durch kostenpflichtige Vollversionen ersetzen sollen. Das wird "Crapware" genannt,
etwa "Schrott-Software". Optimierung können Sie nicht erwarten.
Richten Sie Ihren Computer vor dem Einsatz "wetterfest" ein.
Die Einrichtung können Sie delegieren, z.B. an den Lieferanten Ihres Computers - wenn der dazu bereit ist.
Das kann auch jemand aus Ihrem Bekanntenkreis erledigen, der sich damit auskennt.
Wichtig ist, dass Sie sich darauf verlassen können.
Die Einrichtung
- "Crapware" deinstallieren, das ist Software, die als Lockmittel (befristet kostenlos)
auf neuen Computern installiert ist, z.B. Virenschutz, Office.
Entfernen Sie die Demo-Versionen, bevor Sie sich an das Provisorium gewöhnen,
z.B. mit
PC Decrapifier.
- Windows: Aktivierung der lokalen Firewall prüfen (ist meist aktiviert).
- Virenschutz installieren,
z.B.
avira.
oder
Microsoft Security Essentials.
Bitte beachten: Manche vorinstallierten Schutzprogramme sind Crapware,
die nach Ablauf nicht mehr schützt.
- Windows: Benutzerkonten einrichten. Administratoren haben allen Rechte auf dem Computer,
Benutzer haben nur eingeschränkte Rechte.
Wenn die Rechte begrenzt sind, kann auch Malware diese Grenzen nicht überwinden.
So nutzen Sie diese Differenzierung:
Installieren Sie als Administrator;
arbeiten und surfen Sie selbst und andere Benutzer nur mit eingeschränkten Rechten.
- Windows: Computer grundsätzlich auf "verschwiegen" einstellen,
z.B. mit Hilfe des Programms
xp-AntiSpy
und dem Profil "Empfohlene Einstellungen". Prüfen Sie anschließend, dass diese Einstellungen
wirksam sind:
- Datei-Endungen ("Dateinamen-Erweiterungen") immer anzeigen lassen und prüfen.
Einrichtung bei Windows: Startmenü / Systemsteuerung / Darstellung und Anpassung / Ordneroptionen /
Ansicht / Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden (Häkchen entfernen)
- Browser: Funktion "Autovervollständigen" deaktivieren (damit z.B. Passwörter nicht gespeichert werden)
- Browser: AddOn installieren, das automatisch von gefährlichen Webseiten warnt,
z.B. bei Firefox
WOT - Web Of Trust
- Browser: Alternative Suchmaschine
startpage.com
installieren. Startpage speichert Ihre IP-Adresse NICHT!
- Browser: nur vertrauenswürdige Toolbars installieren (manche Toolbars protokollieren das Surfverhalten ungewollt!).
- Browser: AddOn einrichten und konfigurieren, das Flash-Cookies löscht, z.B. bei Firefox "BetterPrivacy".
- Programm für automatische Backups installieren,
z.B.
PureSync
- E-Mail-Client (z.B. Outlook) sicher einrichten, Details:
E-Mail-Programm sicher einrichten
Wenn der jetzt eingerichtete Computer einen vorhandenen ersetzt, sind vermutlich
ähnliche Schritte nötig wie bei
Reparatur, Verkauf, Ausmusterung
(Daten sichern und Daten entfernen vom alten Computer) und beim
System neu aufsetzen
(von der Vorbereitung bis zum Feintuning).
Beim ersten Computer entfalllen diese Schritte.
oben
Alle Änderungen dokumentieren
Als gelegentlicher Berater einiger Silbersurfer erlebe ich, dass irgendwas „es nicht mehr tut“
und ich um Hilfe gebeten werde. Wenn ich dann nach Details zur Installation frage,
erlebe ich ratloses Achselzucken: „Der Händler / ein Familienmitglied / ein Bekannter
hat den damals für mich eingerichtet. Der Computer hat seitdem immer funktioniert“.
Bis plötzlich das „Ereignis“ eintrat, z.B.
- Vertrag: Der Doppelflat-Vertrag lief aus, nun muss DSL,
E-Mail und mehr neu eingerichtet werden.
- Technik: Der Computer „stürzte ab“, die Festplatte oder ein Chip
oder das Motherboard musste ausgetauscht werden. Oder ein neuer Computer löste den alten ab.
Durch den Wechsel auf eine andere Software oder eine versehentliche Fehlbedienung
sind Daten plötzlich weg, Texte, E-Mails, Fotos, Abrechnungen.
Oder sind sie doch noch zu retten?
- Mensch: Der Nutzer selbst fällt für eine Weile aus (Reise, Krankheit)
und eine Person seines Vertrauens muss Zugang zum Computer bekommen.
Das passiert glücklicherweise nicht oft im Leben des Nutzers, daher fehlt ihm die Erfahrung.
Aber die Situation muss bewältigt werden, z.B. von einem Helfer. Egal wer es macht:
Viele Funktionen sind durch Namen, Passwörter, Freischalt- und Registrierschlüssel
gegen Missbrauch geschützt. Wenn diese Infos fehlen, klappt es nicht,
der Computer lässt sich nicht "überreden" - das ist ja der Grund für die Sicherheitsmaßnahmen.
Nachteile sind die Folge, z.B. wird der Neu-Kauf von Software nötig, Daten gehen verloren,
Zeitaufwand für Wiederherstellung und Lernaufwand für andere Software wird unvermeidlich.
So geht es:
Legen Sie einen Ordner an, mit je einer gelochte Klarsichthülle für jede Hardware,
jede Software, jeden Vertrag.
In der Klarsichthülle (weil Sie mit unterschiedlichen Formaten zu tun haben,
die Sie oft nicht lochen können) sammeln Sie
- Kaufbelege (evtl. als Kopie der Buchungsbelege),
- ausgedruckte E-Mails mit Vertrags- und Zugangsdaten, Kunden- oder Auftragsnummern,
- CDs/DVDs mit Software und Treibern,
- Zettel mit Passwörten und -änderungen,
- Zettel mit Support-Adressen (Telefon-Hotline, E-Mail-Adressen, postalische Adressen),
die Sie ohne Computer nur mühsam finden,
- Bedienungsanleitungen
- und was Ihnen noch in die Finger kommt.
Tun Sie es. Fangen Sie noch heute an! Ergänzen oder aktualisieren Sie
spätere Änderungen. Irgendwann brauchen Sie es bestimmt.
Es gibt nur zwei Arten von Nutzern: Die einen hatten schon so ein Problem,
die anderen hatten es noch nicht.
Irritiert es Sie, dass ich Computeranwendern eine Papier-Organisation empfehle? Bewusst.
Denn wenn eines dieser Ereignisse eintritt, steht vielleicht der Computer nicht zur Verfügung.
Mit Papier sind Sie von technischen Hilfsmitteln unabhängig.
oben
Regelmäßig aufräumen (kurzfristig)
Meistens fehlt es an "Anstößen", die folgenden Maßnahmen durchzuführen, Sie haben lange den Eindruck "alles läuft gut".
Wie bei Ihrem Auto, das auch mal über den Inspektionszeitraum hinaus läuft. Irgendwann "passiert" etwas,
wenn Sie es überhaupt nicht gebrauchen können.
Vielleicht verändert sich das Verhalten des Computes, aber in einem schleichenden Prozess, der Ihnen nicht auffällt.
Legen Sie Ihren Plan fest.
Einiges können Sie an Ihre Software delegieren, den Rest müssen Sie selbst machen.
Sie wissen aus dem Abschnitt
Passwörter und Daten auf Reisen,
welche Software bei Ihnen installiert ist. Einige Programme haben Menüpunkte wie "Planer", "Scheduler" oder ähnlich.
Damit können Sie einrichten, wann ein Programm automatisch gestartet werden soll
und in welchem Umfang es wirksam werden soll.
Und geben Sie der Software eine Chance: Ihr Computer muss dafür eingeschaltet sein!
Normalerweise laufen diese Programme im Hintergrund: Sie werden über den Start informiert, können aber weiter arbeiten.
Also:
- Cookies und Verläufe immer wieder mal löschen, z.B. täglich, wöchentlich
- Vollständige Systemprüfung mit einem Virenscanner, z.B. wöchentlich bis monatlich
- Sicherungskopien Ihrer Dateien und Ordner anlegen (falls irgendwann der Bedarf zur Wiederherstellung entsteht),
z.B. laufend mit einem automatischen Backup-Programm oder täglich bis vierteljährlich nach Wichtigkeit der Daten.
- Datenträgerbereinigung (nicht mehr benötigte Dateien entfernen), z.B. monatlich bis vierteljährlich.
Geben Sie ins Suchfeld des Startmenüs ein "Datenträgerbereinigung", klicken Sie darauf und
bestätigen Sie das Laufwerk "C:\". Das System schlägt Dateien vor, wählen Sie ggf. zusätzlich
"Windows-Fehlerberichterstattungsdatei…". Bestätigen Sie das mit OK.
- Defragmentierung (Neuordnung von fragmentierten Datenblöcken auf der Festplatte, um den Zugriff wieder zu beschleunigen),
z.B. vierteljährlich.
oben
Es ist noch nicht zu spät
Vielleicht lesen Sie diese Tipps, wenn die Ersteinrichtung schon vor einiger Zeit erfolgt ist
und nachdem Sie Hinweise Ihres Systems nicht beachtet haben.
Herzlichen Glückwunsch, wenn bisher nichts passiert ist. Das ist aber keine Garantie für die Zukunft:
Aktualisieren Sie jetzt die Einrichtung Ihres Systems!
Z.B. bei Windows 7 läuft das Update das Betriebssystem so: Start / Systemsteuerung / System und Sicherheit / Windows Update.
Es kann passieren, dass eine solche Aktion mit umfangreichen Downloads und Installationen verbunden ist.
Das kann Stunden, evtl. sogar Tage kosten - einschließlich aller Wartezeiten,
weil die Aktualisierungen nacheinander ablaufen, nicht gleichzeitig.
Die Maßnahmen zur Ersteinrichtung können Sie ebenfalls jetzt durchführen, besser jetzt als zu spät -
wenn schon Schäden entstanden sind.
Und das gelegentliche Aufräumen können Sie gleich mit erledigen.
oben
System neu aufsetzen (mittelfristig)
Im Laufe seines "Lebens" verändert sich Ihr Computer, erst unmerklich, dann merklich: Er wird langsamer.
Das kommt weniger von der Alterung oder Verschleiß der Hardware, sondern von der Software,
die Sie bewusst, zum Testen, versehentlich, automatisch / unbemerkt installiert haben.
Das kommt auch von Software-Updates, von unvollständig deinstallierter Software.
Das kommt vielleicht auch von Systemfehlern, vom "unkonventionellen" Ausschalten, von Malware oder anderen Einflüssen.
Dann wird es Zeit, den Computer "platt zu machen" und komplett neu aufzusetzen: Betriebssystem, Software, Daten.
Das ist ein unbeliebtes Thema.
Man traut sich nicht richtig dran, weil man das zu selten macht und die Routine fehlt.
Weil man den Aufwand nicht einschätzen kann.
Nötig ist es trotzdem! Allerdings mit der geeigneten Vorbereitung.
Und mit der nötigen Selbstkritik: Was wurde wirklich benutzt, was ist überflüssig?
Grundsatz: Was nicht installiert ist, kann keine Probleme machen. Später - wenn man etwas vermisst -
kann man es immer noch installieren.
Setzen Sie Ihr System neu auf, wenn es nicht mehr richtig läuft.
Vorbereitung
Dokumentieren Sie auf einem Medium, das unabhängig von Ihrem Rechner während der Installation verfügbar ist,
z.B. Screenshots oder Fotos in einem Textdokument oder einem eigenen Ordner gesammelt
(auf einen Zweit-Rechner kopiert oder gedruckt).
Hilfsmittel bereitstellen:
- Wenn möglich zusätzlichen Rechner mit Internet-Zugang bereithalten, für Infos,
Treiber-Download, Software-Download
- Ggf. Startlaufwerk so einstellen (z.B. mit F2, F12, Entf ins BIOS),
dass der Rechner auch von einem Wechseldatenträger aus gestartet werden kann
(z.B. CD, USB-Stick)
- Boot-CD erstellen, solange das alte Betriebssystem noch installiert ist
(z.B. mit Betriebssystem, Ihren Treibern, Einstellungen, Zugangsdaten).
- Sicherheitshalber alle Hotline-Telefonnummern notieren
(über Webseiten oder Telefonbuch suchen, aus Verträgen und Rechnungen)
Software und Treiber sammeln:
- Alle gekauften CD / DVD sammeln, z.B. Betriebssystem, Anwendungs-Software (z.B. Office),
Treiber für Drucker, Motherboard, Scanner, Webcam
- Alle Software-Downloads auflisten (Freeware, Shareware), z.B. Browser, Skype, Fotobuch, Libre / Open Office, Fotobearbeitung,
Adobe Reader, PDF-Writer, Adobe Flash, Java, Irfan-View etc.
Nicht auf CD brennen, sondern später für Neu-Installation aktuelle Version downloaden
- Add-Ons (oder Add-Ins, Plug-Ins): Welche Add-Ons in welchen Programmen (z.B. Firefox, Office)
- Smartphone, Kamera und andere synchronisierbare Geräte: Software und Kartenmaterial für Navigation,
Daten wie Adressen, Aufgaben, Notizen etc.
Zugangs- und Installationsdaten und Einstellungen zusammenstellen:
- Namen, Passwörter, WLAN-Schlüssel, Provider-Zugangsdaten und Einstellungen
auf Papier dokumentieren (z.B. von allen Providern, Webmailern)
- Seriennummern und Lizenzschlüssel können mit Hilfe der Freeware
MyKeyFinder
ermittelt und gedruckt werden
- E-Mail-Konten: Zugangs- und Serverdaten und Einstellungen
- Computer und Netz: Energie-Optionen, Netzwerk, Freigaben
- Desktop: Hintergrund, Bildschirmschoner, Auflösung, Anordnung der Icons, Gruppierung in Ordnern
- Anwendungs-Software: Menüs, Symbolleisten, Einstellungen (z.B. aus Extras / Optionen)
Vollständigkeits-Kontrolle
- Was ist im Menü Alle Programme enthalten?
- Welche Setup-Dateien sind gespeichert (z.B. im Ordner Downloads,
auf Datenträgern, wie gekauften oder gebrannten CDs, auf USB-Sticks oder Speicherkarten,
evtl. noch auf Disketten)?
- Was davon ist tatsächlich installiert?
- Was davon wird zukünftig wirklich benötigt, was war nur eine Test-Einrichtung?
Daten sichern
Zur Orientierung: Kapazitäten der handelsüblichen Speichermedien sind
CD: 0,7 GB, DVD: 17 GB, USB-Stick: von 2 bis 64 GB, SD-Speicherkarte ähnlich wie USB-Stick,
(externe) Festplatte: von 100 GB bis 2.000 GB
- Daten sichern aus dem Dateisystem (z.B. mit dem Windows Explorer):
aus den Ordnern Eigene Dateien oder Dokumente, auch Downloads, Bilder, Musik, Videos etc.
- Daten sichern aus dem Mail-System (z.B. MS Office Outlook): E-Mails
(aus den Ordnern Posteingang, selbst angelegte Ordner, Gesendet,
Gelöscht), Kontakte, Aufgaben, Notizen
Hier finden Sie bei Windows 7 und Vista die *.PST-Dateien:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Local\Microsoft\Outlook
- Daten sichern aus gesondert gespeicherten E-Mail-Anhängen: Suchen Sie "Ihren" Speicherort, indem Sie
eine E-Mail mit einem Dateianhang in Ihrem E-Mail-Client (z.B. Outlook) öffnen und den
Befehl "Datei > Speichern unter" aufrufen – dann sehen Sie, in welchem Ordner die Dateien abgelegt werden.
- Daten sichern aus dem Browser (z.B. Internet Explorer, Firefox): Favoriten / Lesezeichen
Hier finden Sie z.B. bei Windows Vista und Firefox die Datei bookmarks.html:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\9sd0ovtr.default
oder bei Windows 7 und Firefox die Dateien bookmarks-[JAHR]-[MONAT]-[TAG].json:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\i3o0o9fi.default\bookmarkbackups
Daten sicher löschen
Wenn Sie Ihren Rechner außer Haus neu aufsetzen lassen, überlegen Sie, ob darauf vertrauliche Daten
gespeichert sind und wie viel Vertrauen Sie zu Ihrem Dienstleister haben können. Regel:
Vertrauen ist gut, sicheres Löschen ist besser.
Die normalen Befehle des Betriebssystem zum Löschen / Entfernen / Formatieren reichen nicht aus,
sie löschen die Daten nicht wirklich!
Löschen in der ersten Stufe verschiebt die Daten nur in den "Papierkorb", von dort und können sie einfach
wieder hergestellt werden.
In einer zweiten Stufe (wenn irgendwann der "Papierkorb geleert" wird),
verändern sie nur das "Inhaltsverzeichnis" der Datenträger, ohne die Daten wirklich zu entfernen.
Auch so können die Daten wieder hergestellt werden.
Achtung: Die Löschvorgänge wurden als nicht zuverlässig beschriebenen.
Das bedeutet aber nicht, dass alle gelöschten Daten zuverlässig wieder hergestellt werden können:
Wenn anscheinend gelöschte Daten mit anderen Daten überschrieben wurden, sind sie endgültig verloren.
Sicher sind diese Methoden:
- Nehmen Sie alle Wechsel-Datenträger aus dem Computer.
- Nur-Lese-Speicher (z.B. CD und DVD), die Sie auch zukünftig brauchen, bewahren Sie auf.
- Nur-Lese-Speicher (z.B. CD und DVD), die Sie nicht mehr benötigen, können Sie mechanisch so zerstören,
dass sie in kein Laufwerk mehr passen.
- Wieder beschreibbare Speicher (z.B. Speicherkarten, USB-Sticks) können Sie
im neuen oder reparierten Computer weiter benutzen.
- Falls Sie alte Disketten entsorgen wollen, streichen Sie mit einem starken Magneten über jede Diskette.
- Für Festplatten garantieren so genannte "File Shredder" das sichere Löschen vertraulicher Daten.
Das sind Programme, die die Daten durch mehrfaches Überschreiben unlesbar machen (unsinnige Zeichen ersetzen gespeicherte Inhalte).
Nach Bedarf shreddern Sie so einzelne Dateien, ganze Ordner, den Papierkorb oder die ganze Platte.
Danach können Sie den Computer problemlos abgeben.
Altes System ersetzen
- Mit dem Befehl format c: (von einer Boot-CD aus) Betriebssystem, Software, Daten, Einstellungen und evtl. Malware löschen
- Betriebssystem neu installieren von einem sauberen (nicht infizierten) Wechseldatenträger aus
- Treiber installieren (fehlende Treiber - erkennbar im Gerätemanager - können z.B. den Zugang zum Internet, die Nutzung von USB-Geräten und die weitere Einrichtung verhindern)
Sicherheits-Einrichtung
- "Crapware" deinstallieren, das ist Software, die als Lockmittel (befristet kostenlos)
auf neuen Computern installiert ist, z.B. Virenschutz, Office.
Entfernen Sie die Demo-Versionen, bevor Sie sich an das Provisorium gewöhnen,
z.B. mit
PC Decrapifier.
- Windows: Aktivierung der lokalen Firewall prüfen (ist meist aktiviert).
- Virenschutz installieren,
z.B.
avira.
oder
Microsoft Security Essentials.
Bitte beachten: Manche vorinstallierten Schutzprogramme sind Crapware,
die nach Ablauf nicht mehr schützt.
- Windows: Benutzerkonten einrichten. Administratoren haben allen Rechte auf dem Computer,
Benutzer haben nur eingeschränkte Rechte.
Wenn die Rechte begrenzt sind, kann auch Malware diese Grenzen nicht überwinden.
So nutzen Sie diese Differenzierung:
Installieren Sie als Administrator;
arbeiten und surfen Sie selbst und andere Benutzer nur mit eingeschränkten Rechten.
- Windows: Computer grundsätzlich auf "verschwiegen" einstellen,
z.B. mit Hilfe des Programms
xp-AntiSpy
und dem Profil "Empfohlene Einstellungen". Prüfen Sie anschließend, dass diese Einstellungen
wirksam sind:
- Datei-Endungen ("Dateinamen-Erweiterungen") immer anzeigen lassen und prüfen.
Einrichtung bei Windows: Startmenü / Systemsteuerung / Darstellung und Anpassung / Ordneroptionen /
Ansicht / Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden (Häkchen entfernen)
- Browser: Funktion "Autovervollständigen" deaktivieren (damit z.B. Passwörter nicht gespeichert werden)
- Browser: AddOn installieren, das automatisch von gefährlichen Webseiten warnt,
z.B. bei Firefox
WOT - Web Of Trust
- Browser: Alternative Suchmaschine
startpage.com
installieren. Startpage speichert Ihre IP-Adresse NICHT!
- Browser: nur vertrauenswürdige Toolbars installieren (manche Toolbars protokollieren das Surfverhalten ungewollt!).
- Browser: AddOn einrichten und konfigurieren, das Flash-Cookies löscht, z.B. bei Firefox "BetterPrivacy".
- Programm für automatische Backups installieren,
z.B.
PureSync
- E-Mail-Client (z.B. Outlook) sicher einrichten, Details:
E-Mail-Programm sicher einrichten
Daten wieder herstellen (von CD / DVD / USB-Stick / Speicherkarten)
- Daten wiederherstellen für das Dateisystem (z.B. Windows Explorer) Bibliotheken (Eigene Dateien / Dokumente),
auch Downloads, Bilder, Musik, Videos etc.
- Daten wiederherstellen für das Mail-System (z.B. MS Office Outlook)
E-Mails (Posteingang, eigene Ordner, Gesendet, Gelöscht?), Kontakte, Aufgaben, Notizen
- Daten wiederherstellen für den Browser (z.B. Internet Explorer, Firefox) Favoriten / Lesezeichen
Installieren, testen, Feintuning
Grundlage für diesen Abschnitt ist Ihre Dokumentation.
- Ist die Installation vollständig (Software vergessen / im Bedarf falsch eingeschätzt)?
- Sind alle Einstellungen richtig?
- Das Feintuning für den Desktop und Anordnung machen Sie am besten nach Abschluss aller Installationen,
sonst wird es evtl. mehrfach fällig.
oben
Reparatur, Verkauf, Ausmusterung
Immer wieder berichtet die Presse, dass große Mengen vertraulicher Daten in der Öffentlichkeit
aufgetaucht sind, z.B. in gebrauchten Computern oder Festplatten, die bei Auktionen gehandelt oder "gefunden" wurden.
Von Firmen, Behörden, Dienstleistern, Privatleuten. Mit Patientendaten, Vertragstexten, Testamenten,
Namen, Passwörtern, Konto- und Kreditkartendaten, Korrespondenz, Adressen, Fotos und anderen sensiblen Daten.
Die Betroffenen hören erst davon, wenn Daten missbraucht wurden - wenn überhaupt.
Auch das ursprünglich "beste" System wird irgendwann zu alt, zu langsam, zu unhandlich.
Vielleicht wird es verkauft oder verschenkt, um es durch einen Nachfolger zu ersetzen.
Vielleicht geht es zum Aufrüsten in eine Werkstatt.
In diesen Fällen kommt das System in fremde Hände. Nicht immer ist erkennbar, wie sicher Daten dort sind.
Was passiert dann mit den darauf gespeicherten Daten?
Sind sie aufbewahrenswert? Sind sie so vertraulich, dass ein Dritter sie nicht sehen darf?
Wenn ja, müssen Sie bewusst damit umgehen.
Erstens: Daten sichern (kopieren und aufbewahren).
Der Vorgang beim Computer entspricht einem Schritt beim Neu-Aufsetzen des Computers.
Zur Orientierung: Kapazitäten der handelsüblichen Speichermedien sind
CD: 0,7 GB, DVD: 17 GB, USB-Stick: von 2 bis 64 GB, SD-Speicherkarte ähnlich wie USB-Stick,
(externe) Festplatte: von 100 GB bis 2.000 GB
- Daten sichern aus dem Dateisystem (z.B. mit dem Windows Explorer):
aus den Ordnern Eigene Dateien oder Dokumente, auch Downloads, Bilder, Musik, Videos etc.
- Daten sichern aus dem Mail-System (z.B. MS Office Outlook): E-Mails
(aus den Ordnern Posteingang, selbst angelegte Ordner, Gesendet,
Gelöscht), Kontakte, Aufgaben, Notizen
Hier finden Sie bei Windows 7 und Vista die *.PST-Dateien:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Local\Microsoft\Outlook
- Daten sichern aus gesondert gespeicherten E-Mail-Anhängen: Suchen Sie "Ihren" Speicherort, indem Sie
eine E-Mail mit einem Dateianhang in Ihrem E-Mail-Client (z.B. Outlook) öffnen und den
Befehl "Datei > Speichern unter" aufrufen – dann sehen Sie, in welchem Ordner die Dateien abgelegt werden.
- Daten sichern aus dem Browser (z.B. Internet Explorer, Firefox): Favoriten / Lesezeichen
Hier finden Sie z.B. bei Windows Vista und Firefox die Datei bookmarks.html:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\9sd0ovtr.default
oder bei Windows 7 und Firefox die Dateien bookmarks-[JAHR]-[MONAT]-[TAG].json:
C:\USER\[Benutzername]\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\i3o0o9fi.default\bookmarkbackups
Bei anderen Geräten wie Handy, Smartphone, PDA kann die Sicherung auf einen Computer erfolgen.
Die technischen Möglichkeiten sind in den Handbüchern beschrieben, z.B. SIM-Karte, Speicherkarte, Kabel, Bluetooth, Software.
Zweitens: Daten sicher entfernen (löschen oder zerstören).
Die normalen Befehle des Betriebssystem zum Löschen / Entfernen / Formatieren reichen nicht aus,
sie löschen die Daten nicht wirklich!
Löschen in der ersten Stufe verschiebt die Daten nur in den "Papierkorb", von dort und können sie einfach
wieder hergestellt werden.
In einer zweiten Stufe (wenn irgendwann der "Papierkorb geleert" wird),
verändern sie nur das "Inhaltsverzeichnis" der Datenträger, ohne die Daten wirklich zu entfernen.
Auch so können die Daten wieder hergestellt werden.
Achtung: Die Löschvorgänge wurden als nicht zuverlässig beschriebenen.
Das bedeutet aber nicht, dass alle gelöschten Daten zuverlässig wieder hergestellt werden können:
Wenn anscheinend gelöschte Daten mit anderen Daten überschrieben wurden, sind sie endgültig verloren.
Sicher sind diese Methoden:
- Nehmen Sie alle Wechsel-Datenträger aus dem Computer.
- Nur-Lese-Speicher (z.B. CD und DVD), die Sie auch zukünftig brauchen, bewahren Sie auf.
- Nur-Lese-Speicher (z.B. CD und DVD), die Sie nicht mehr benötigen, können Sie mechanisch so zerstören,
dass sie in kein Laufwerk mehr passen.
- Wieder beschreibbare Speicher (z.B. Speicherkarten, USB-Sticks) können Sie
im neuen oder reparierten Computer weiter benutzen.
- Falls Sie alte Disketten entsorgen wollen, streichen Sie mit einem starken Magneten über jede Diskette.
- Für Festplatten garantieren so genannte "File Shredder" das sichere Löschen vertraulicher Daten.
Das sind Programme, die die Daten durch mehrfaches Überschreiben unlesbar machen (unsinnige Zeichen ersetzen gespeicherte Inhalte).
Nach Bedarf shreddern Sie so einzelne Dateien, ganze Ordner, den Papierkorb oder die ganze Platte.
Danach können Sie den Computer problemlos abgeben.
oben
"Geschwätzige" Systeme
Grundsätzliche Möglichkeiten
Die meisten Systeme (Hardware oder Software) sind von Haus aus "geschwätzig",
sie senden Infos und / oder öffnen Ihren Computer für den Zugriff von außen -
was Sie wohl nicht zulassen würden, wenn es Ihnen bewusst wäre.
Ganz "verschwiegen" wäre Ihr System im ausgeschalteten Zustand, dafür haben Sie es aber nicht angeschafft.
Suchen Sie also nach geeigneten Auswegen. Hier ein paar Beispiele:
- Einstellungen: Z.B. Computer sind, wenn sie ausgeliefert werden, auf "Standard" eingestellt.
Standard nutzt häufig dem Hersteller (z.B. senden sie "geschwätzig" Fehlerprotokolle).
Suchen Sie im z.B. Internet nach "Utilities", mit deren Hilfe Sie unerwünschte Einstellungen ändern können.
Das schränkt die Arbeitsfähigkeit kaum ein.
- Ersetzen: Z.B. Funk ist abhörbar, Kabelverbindungen nicht. Wenn möglich ersetzen Sie WLAN durch Kabel.
Das schränkt Sie überhaupt nicht ein.
- Verschlüsseln: Z.B. WLAN funktioniert je nach Einstellung verschlüsselt oder unverschlüsselt.
Wählen Sie den sichersten Schlüssel, den Ihr Router verarbeiten kann.
Das schränkt Sie überhaupt nicht ein.
- Ausschalten: Z.B. Mobiltelefone melden eingeschaltet ständig Ihren Standort.
Schalten Sie es aus, wenn Sie nicht unbedingt erreichbar sein müssen. Bei Bedarf schalten Sie es wieder ein.
Das schränkt Sie nur zeitweise ein.
- Herausnehmen: Z.B. Chipkarten verschlüsseln Ihre Datenübertragung zur Bank (z.B. HBCI).
Entnehmen Sie die Chipkarte nach ihrer Benutzung, verschließen Sie sie an sicherer Stelle.
Das schränkt Sie überhaupt nicht ein.
- Vernichten: Z.B. RFID-Chips: Wenn Sie einen Artikel gekauft haben, entfernen und vernichten Sie den Chip -
Sie brauchen ihn nicht mehr. Das schränkt Sie überhaupt nicht ein.
- Einsperren: Z.B. RFID-Chips - Wenn Sie den Chip nicht vernichten dürfen (z.B. im Reisepass
oder im Personalausweis), verpacken Sie den Ausweis in Alufolie oder spezielle "Futterale");
das unterbindet das "geheime" Senden Ihrer Identität.
Ob Sie das einschränkt, hängt davon ab, wie oft Sie Ihren Ausweis brauchen - probieren Sie es aus!
- Aussperren:Z.B. Malware sollten Sie gar nicht auf Ihren Computer lassen.
Mit der Einrichtung von Firewall und Antiviren-Software (und deren automatischer Aktualisierung) sperren Sie Malware aus.
Das schränkt Sie überhaupt nicht ein.
Prüfen Sie die Komponenten Ihres Systems,
- ob Sie sie gar nicht / einmalig / gelegentlich / ständig brauchen,
- ob Sie sie unverschlüsselt oder verschlüsselt benutzen,
- ob Sie sie für andere Nutzer freigeben. Wenn Sie nicht sicher sind, lassen Sie sich helfen.
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WLAN absichern
Funkübertragung ist praktisch, man braucht keine Mauern aufzustemmen, man braucht nicht mal eine Verkabelung,
und man kann trotzdem größere Entfernungen zwischen dem Aufnahme- und dem Auswertungsplatz überbrücken.
Das klappt z.B. bei WLAN-Routern und Überwachungskameras relativ einfach.
WLAN: Ein lokaler PC-Händler erzählte:
"Wir sind mit dem Auto - eingeschaltetes WLAN-Notebook auf dem Schoß des Beifahrers -
durch die Innenstadt gefahren. Im Umkreis von wenigen hundert Metern fanden wir eine zweistellige Zahl
unverschlüsselter WLAN-Netze mit Netz-Namen wie NOTAR_DR_NN, INTERNIST_DR_NN und vielen privat klingenden Namen.
Mit krimineller Energie und zusätzlicher Software hätten wir personenbezogene Daten abfangen können."
"Doktor"- oder Firmen-Netze sind für Cracker natürlich viel attraktiver als die unbekannter Anwender.
Ob die Klienten oder Patienten mit dieser Art "Öffentlichkeit" einverstanden wären?
Sensible persönliche Daten öffentlich zugänglich -
das war vermutlich nicht absichtlich so eingerichtet, sondern aus Unkenntnis.
Das macht es für die Mandanten und Patienten aber auch nicht besser,
wenn ihre Verträge und Krankheiten öffentlich werden.
Beachten Sie ein BGH-Urteil (vom Mai 2010):
Nutzer sind zur WLAN-Verschlüsselung verpflichtet.
Wer sein privates Funknetzwerk nicht ausreichend absichert, haftet für Rechtsverstöße, die darüber verübt werden.
Wenn Fremdsurfer illegale Webseiten aufrufen, beispielsweise mit rechtsradikalem Inhalt, oder Tauschbörsen für Raubkopien nutzen,
fällt der Schwarze Peter immer auf den Netzwerk-Eigentümer zurück.
Der Nutzer muss mindestens mit einer kostenpflichtigen Abmahnung rechnen.
Also Vorsicht!
Geben Sie Ihren Funkstrecken anonyme Namen,
z.B. WLAN-XYZ statt NAME+BRANCHE.
Verschlüsseln Sie Ihr WLAN-Netz sicher.
Das WLAN-Kennwort wird benötigt, wenn ein neues Gerät ins WLAN eingebunden werden soll,
z.B. ein Tablet-PC, ein Smartphone oder Notebook eines Gastes. Die typische Situation:
Es wird meist nur einmal eingegeben und danach nie wieder abgefragt - und dann vergessen.
So können das WLAN-Kennwort unter Windows 7 und Vista finden:
Klicken Sie dazu in der Systemsteuerung auf "Netzwerk und Internet"
und anschließend auf "Netzwerk- und Freigabecenter".
Im linken Bereich klicken Sie dann auf "Drahtlosnetzwerke verwalten".
Mit der rechten Maustaste klicken Sie dann auf Ihre WLAN-Verbindung und wählen den Befehl "Eigenschaften" aus.
Wechseln Sie jetzt auf das Register "Sicherheit" und aktivieren Sie hier die Option "Zeichen anzeigen".
Dadurch wird Ihnen Ihr WLAN-Kennwort im Klartext angezeigt und Sie können es entweder abschreiben
oder in die Zwischenablage kopieren.
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Wenn Sie das nicht selbst schaffen, lassen Sie sich helfen.
Andernfalls sollten Sie besser auf das Internet verzichten.
Wenn Sie möchten,
helfe ich Ihnen
gern.
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